VOLKSKUNDE IN ÖSTERREICH
NACHRICHTENBLATT DES VEREINES FÜR VOLKSKUNDE19430 180 Folge 1
Jahrgang 28
Wien, Jänner 1993
2 8. DEZ. 1992
NACHRICHTEN DES VEREINS FÜR VOLKSKUNDE IN WIEN UNDDES VEREINS ETHNOGRAPHISCHES MUSEUM SCHLOSS KITTSEE
EINLADUNGEN
1. zu dem am Donnerstag, dem 14.Jänner 1993 um 18.00 Uhr im Österrei-chischen Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, 1080 Wien, statt-findenden Vortrag
" Die Mozartkugel. Von der lokalen Spezialitätzum" nationalen Symbol" Österreichs"
von Dr. Ulrike KAMMERHOFER, Salzburg
Die Mozartkugel, einst lokale Spezialität( 1890 von Paul Fürst erfunden),paẞte sich an die Wandlungen des Salzburg- Tourismus und des Salzburg-Image an, wurde zum Synonym Salzburgs, zur österreichischen Speziali-tät und im Ausland sogar zum" nationalen Symbol" Österreichs. Ihre Ge-schichte ist eng mit dem Salzburger Selbstbewußtsein als österreichischesKronland, mit der Suche nach neuen wirtschaftlichen Grundlagen, undin diesem Zusammmenhang mit dem frühen Mozarttourismus verbunden.Ab 1842, der Enthüllung des Mozartdenkmales, ist die Zahl der Mozart-produkte Legion, keines kann allerdings eine so weitreichende Wirkungs-geschichte aufweisen wie die Mozartkugel. Schon im Ersten Weltkriegwar die Mozartkugel weithin bekannte Spezialität Salzburgs, in der Zwi-schenkriegszeit wohlbekannte Sortenbezeichnung der Süßwarenindustrie.Nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie in Amerika, neben Lippizanernund Edelweiß zum Synonym Österreichs, über den Japanischen Touris-mus der 1980er schließlich zum Inbegriff europäischer Kultur. Heute, imGefolge des Mozartjahres 1991, stehen Mozartkugel und Mozartsüßwarenim Spitzenfeld Österreichischer Exporte.( u.k.)
2. zu dem am Donnerstag, dem 28. Jänner 1993 um 18.00 Uhr im Österrei-chischen Museum für Volkskunde, Laudongasse 15-19, 1080 Wien, statt-findenden
" Club im ŎMV"
" Maroni- Ein Abend um Kultur und Geschichte der Kastanich
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