Heft 
24 (1989) 1-10
Einzelbild herunterladen
 
  

Jg. 24/89

Volkskunde in Österreich

Folgevorneherein mit empfindlichen Quellenlücken und spürbaren Schwierigkei-ten zu rechnen. Dennoch stellte sich Heinz- Christian Dosedla diesergroßen Aufgabe. 1977 erschien im OVA seine Übersichtskarte für Öster-reich über" Pflug und Arl" mit vier Nebenkarten und Tafeln sowie einemausführlichen Kommentar( OVA 6/1, Wien 1977, Kartenbl. 99 101, Komm.83 Seiten). Der Bearbeiter schuf dies kurzfristig und mußte sich aufdie vorhandenen Sammlungen und Museumsbestände stützen, zudem nahm ersein Unternehmen von Stuttgart/ Hohenheim aus unter etwas anderen Aspek-ten und Prinzipien als in der herkömmlichen volkskundlichen Pflugfor-schung in Angriff. Seine Übersicht richtet sich nach rein funktionellenund bodenbautechnischen Kriterien, unter denen er die historischenPflugbestände Österreichs vor allem sieht, eine Systematik, aus der her-aus auch seine folgenden Arbeiten entstehen, so u.a. seine wertvolleund wichtige Übersichtsdarstellung" Bairischer Leitenpflug" und" Uster-reichischer Gebirgs- Radlo"( Bayer. Jahrb. f. Vk. 1978/79) und sein neu-ester Versuch eines Vorstoßes in die Genese der Altformen von Pflügenin Österreich nach der Klassifikation von Fr. Šach( Tools and Tillage V:1, Kopenhagen 1984). Der Ref. versucht, die sich daraus aufwerfendenprinzipiellen Probleme bei Dosedla( Quellen, Erfassung, Aufnahme, Me-thode, Interpretation) anzugehen. Er glaubt, aus deren Diskussion gewis-se Vorbehalte, notwendige Klarstellungen zu den an sich sehr verkürztenDarstellungen und den Ergebnissen bei H.-C. Dosedla anmelden zu müssen.Diese betreffen zuvörderst die präsumptiven Ausgangstypen und Frühfor-men des Pfluges in Österreich, wie sie bei Dosedla reihenweise abgelei-tet erscheinen.( o.m.)

Vorankündigung

Die Ordentliche Generalversammlung 1989 des Vereins für Volkskunde inWien wird am Freitag, dem 10. März 1989, um 17.00 Uhr im Österreichi-schen Museum für Volkskunde, Laudongasse 15- 19, 1080 Wien, stattfin-den. Vorläufige Tagesordnung: 1. Jahresbericht des Vereins und desÖsterreichischen Museums für Volkskunde 1988; 2. Kassenbericht 1988;3. Entlastung der Vereinsorgane; 4. Neuwahl des Vereinsvorstandes;5. Festsetzung der Höhe des Mitgliedsbeitrages; 6. Konstituierungeines Kuratoriums für das Österreichische Museum für Volkskunde; 7. All-fälliges. Anschließend an die Generalversammlung findet um ca. 18.00Uhr ein öffentlicher Vortrag statt. Univ. Prof. Dr. Christine BURCKHARDT-SEEBASS, Basel, wird über Probleme im Zusammenhang von Brauch und Ritualin einer offenen, säkularisierten Gesellschaft sprechen.

Hinweis

-

Mitgliedsbeitrag für Studenten. Die Vereinsleitung bittet alle stu-dentischen Mitglieder des Vereins für Volkskunde, bis Mitte Februar 1989einen Studiennachweis in Form einer Inskriptionsbestätigung an das Ver-einssekretariat im Österreichischen Museum für Volkskunde, Laudongasse15- 19, 1080 Wien, zu senden, da sonst bei der Vorschreibung des Mit-gliedsbeitrages für 1989 die Studentenermäßigung nicht berücksichtigt

6