Heft 
17 (1982) 1-10
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DAS SCHLOSS KITTSEE

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Das Schloß Kittsee geht in seinen Anfängen in das frühe 17. Jahrhundert zurück. Derlinke Flügel wurde um 1625 wohl als ebenerdiger Wirtschaftshof der um das Jahr 1300erbauten Burg Kittsee gebaut. Im Jahre 1668 erweiterte Graf Johann Listius diesen Bauzum hufeisenförmigen einstöckigen Schloß. In den Jahren 1730 1740 wurde dasSchloß unter dem Fürsten Paul Anton Esterházy barockisiert und mit einer Feststiegeund dem barocken Festsaal ausgestattet. 1909 wurde die Parkanlage mit dem Barock-bassin gestaltet und der Anbau der barocken Altane aus Preßburg unter DDr., LadislausFürst Batthyany- Strattmann, dem berühmten Augenarzt, durchgeführt.

Nach dem 2. Weltkrieg wurde der ganze Besitz verkauft und zerstückelt und das Schloßging mit dem Rest des Schloßparkes an einen Mann über, der im Erdgeschoß eine Hüh-nerfarm einrichtete und alles Wertvolle aus Schloß und Park verkaufte. Eine abge-wrackte Ruine blieb über, die die Gemeinde Kittsee erwarb. Durch das Bestreben desdamaligen Landeskonservators Dr. Alfred Schmeller wurde 1969 der Wiederaufbau ein-geleitet und das östlichste Schloß Österreichs zum Fenster nach dem Osten und Süd-osten bestimmt. Die Kosten der langjährigen Restaurierung tragen gemeinsam dasBundesministerium für Wissenschaft und Forschung und die Burgenländische Landes-regierung.

Gegenwärtig ist der Verein Ethnographisches Museum als Rechtsträger des Ethno-graphischen Museums Pächter des Schlosses und des Schloßparkes Kittsee.

DAS ETHNOGRAPHISCHE MUSEUM

Das Ethnographische Museum hat als selbständiges Museum die gesamte VolkskundeOst- und Südosteuropas zum Thema. Daher wird in der ständigen Schausammlungein Überblick über die Volkskulturen dieses Raumes gegeben. Sie soll Zeugnis geben vonder Mannigfaltigkeit und dem Reichtum dieser Völker auf dem Gebiet der Volkskunstund der Volkskulturen überhaupt und damit diese Völker selbst dem Besucher näher-bringen,

In mehreren Sonderausstellungs- Einheiten werden auch die historischen Volkskultureneinzelner deutscher Gruppen Ost- und Südosteuropas, das Schaffen österreichischerKünstler zu Themen dieses Raumes und einzelne Sachgebiete und Einzeldokumen-tationen aus diesem Raum gezeigt.

Dem wissenschaftlich arbeitenden Besucher steht aber auch eine reiche Bibliothek zurVerfügung.