VOLKSKUNDE IN ÖSTERREICH
NACHRICHTENBLATT DES VEREINES FÜR VOLKSKUNDE
Wien, Mai 1977
Jahrgang 12
NACHRICHTEN DES VEREINES
Folge 5
Einladung
1) zu der am Samstag, den 7. Mai 1977, um 10 Uhr, im Hauptge-bäude des Österreichischen Museums für Volkskunde, Lau-dongasse 15-19, 1080 Wien, stattfindenden Ausstellungs-eröffnungsführung:
" Alte Volkskunst aus dem Egerland"
Wirkl.Hofrat Univ.- Prof. Dr. Leopold SCHMIDT
2) zu dem am Mittwoch, den 11. Mai 1977, um 18 Uhr, im Hör-saal des Österreichischen Museums für Volkskunde, Lau-dongasse 19, 1080 Wien, vom Verein für Volkskunde in Wiengemeinsam mit dem Wiener Goethe- Verein veranstaltetenVortrag von
Wirkl.Hofrat Univ.-Prof.Dr. Leopold SCHMIDT
Direktor des Österreichischen Museums für Volkskunde
" Alte Volkskunst aus dem Egerland"( mit Lichtbildern)
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Man könnte auch" Volkskunst der Goethezeit aus dem Egerland"sagen, denn was sich im Österreichischen Museum für Volks-kunde innerhalb von mehr als 80 Jahren von dieser vielge-staltigen alten Volkskunst aus dem nordwestlichen Böhmenangesammelt hat, das ist sogut wie zur Gänze zur Lebens-zeit Goethes entstanden, und zum Teil unter dem Dichterwohlbekannten Umständen. Auch die volkskundliche Erfor-schung des Egerlandes ist ja wesentlich von ihm angeregtworden. Bilder und Bücher weisen auf Josef Sebastian Grünerebenso wie auf Carl Huss hin, und die zahlreichen charakte-ristischen" Egerländer Hochzeitszüge", Deckfarbenmalereienauf geweißtem Papier, waren ihm genauso bekannt wie dieTrachten, die mit Modebildern bemalten Möbel oder die San-dauer Dosen. Von allen diesen Gruppen haben sich im Museumglücklicherweise namhafte Zeugnisse erhalten, die Möbel ge-ben ein sehr ansehnliches Ensemble ab, von den Trachtensind die prachtvollen Ärmelmanschettenstickereien ebensUM/wie die metallenen Hosenknöpfe vorhanden, und die äußerst
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