VOLKSKUNDE IN ÖSTERREICH
NACHRICHTENBLATT DES VEREINES FÜR VOLKSKUNDE
Jahrgang 9
Wien, März 1974
Folge 3
NACHRICHTEN DES VEREINES
Einladung
zu der am Freitag, den 29. März 1974, um 17 Uhr im Festsaal der Hochschulefür Musik und darstellende Kunst, Wien I, Seilerstätte 26( ehemaliges Ursuli-nenkloster), stattfindenden
1.
2.
Ordentlichen Generalversammlung 1974
Tagesordnung
Jahresbericht des Vereines und des Österreichischen Museums für Volks-kunde 1973
Kassenbericht 1973
3. Bestellung der Mitglieder des Vorstandes, des Ausschusses und des Kon-trollorgans
4.
Bestätigung von Korrespondierenden Mitgliedern
5. Stiftung einer Ehrenmedaille anläßlich des 80jährigen Vereinsjubiläums
1974
6. Allfälliges
*
Anschließend an die Generalversammlung um 18 Uhr Vortrag
Wirk!. Hofrat Univ.- Prof. Dr. Leopold SCHMIDTDirektor des Österreichischen Museums für Volkskunde
Die Volkskultur der Renaissance in Österreich
Gemauerte Stockwerkshäuser auf dem Lande, darin Wohnräume mit Hinter-laderöfen, die glasierte Kacheln aufweisen; Vervielfachung der Möbel in denvon Laubengängen her zugänglichen Wohnräumen; Trennung vertäfelter Stubenvon den Schlafkammern; Wandel des Wamses zum vorn knöpfbaren Männerrock;körperbetonende Frauenkleidung; starre Hauben, vielfach mit Metalldrahtbe-stickung; Bräuche und Spiele junger Menschen, vielfach Schüler, so Sternsin-gen, Pfingstkönigreiten, Sommer- und Winterspiele; Schwert- und Reiftänze;Fastnachtspiele mit deutschen Texten über Schwänke, die vielfach mit Schwank-büchern wandern; manches davon getragen von Bergieuten, besonders aus demSilberbergbau, als erstem Berufsstand außerhalb der mittelalterlichen Ordnung;Gesellschaftslieder, ihre Sammlungen, Bergreihenbüchlein, Quodlibets; Schwän-