VOLKSKUNDE IN ÖSTERREICH
NACHRICHTENBLATT DES VEREINES FÜR VOLKSKUNDE
Jahrgang 7
Wien, März 1972
NACHRICHTEN DES VEREINES
Folge 3
Einladung
zu der am Donnerstag, den 9. März 1972, um 17 Uhr im Konzertsaal derHochschule für Musik und darstellende Kunst, Wien I, Johannesgasse 8, statt-findenden
1.
2.
Ordentlichen Generalversammlung 1972
Tagesordnung
Jahresbericht des Vereines und des Österreichischen Museums für Volks-kunde 1971
Kassenbericht 1971
3. Neufestsetzung des Mitgliederrabattes für Zeitschriftenbezug
4.
Überreichung des Bandes 2 der Sonderschriften des Vereines für Volks-kunde als Festgabe für den Vereinspräsidenten, Wirkl. Hofrat Univ.- Prof.Dr. Leopold SCHMIDT, anläßlich seines bevorstehenden 60. Geburtstagesdurch den Vizepräsidenten des Vereines, Präsident des SteiermärkischenLandtages Univ.- Prof. Dr. Hanns KOREN( 17,30 Uhr).
Anschließend an die Generalversammlung um 18 Uhr Vortrag
Univ.- Prof. Dr. Torsten GEBHARD
General konservator des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege, München
Bayern und der Gedanke des Freilichtmuseums( Mit Lichtbildern)
Der Gedanke, ein gesamtbayerisches Freilichtmuseum aufzubauen, ist schonzu Beginn unseres Jahrhunderts erwogen worden. Adolf Spamer und Friedrichvon der Leyen gaben bereits in dieser Richtung Anregung. Oskar von Miller,der Schöpfer des Deutschen Museums in München, hatte die Absicht, auf derMuseumsinsel technische Kulturdenkmäler, wie Eisenhämmer, Mühlen undStampfen aufzustellen. In den dreißiger Jahren wurde der Gedanke erneut vonJoseph Maria Ritz aufgegriffen. Es blieb aber immer bei mehr oder wenigertheoretischen Erwägungen, die durch die Zeitläufe alsbald wieder in den Hin-tergrund traten. Das änderte sich auch nach dem Krieg lange Zeit nicht, ob-wohl andere Bundesländer längst solche Einrichtungen besaßen oder zu ver-