Heft 
4 (1899) 1-10
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FOR OSTERRED

ANZEIGER

des

Vereines für österreichische Volkskunde

unter dem Protectorate Sr. k. u. k. Hoheit des durchlauchtigsten

Herrn Erzherzogs Ludwig Victor.

Clearing- Verkehr Nr. 834.451.

Nr. 6-10.

Wien, October 1899.

IV. Jahrgang.

Dieser Anzeiger wird allmonatlich an sämmtliche Mitglieder desVereines für österreichische Volkskunde kostenfrei versendet.

Die p. t. Mitglieder, welche den Mitgliedsbeitrag von fl. 1 respective bei Bezugder Zeitschrift von fl. 3 pro 1899 bisher nicht erlegt haben, werden dringendst gebeten,diesen Betrag an die Vereinskanzlei, I. Wipplingerstrasse 34, einsenden zu wollen. Istder entfallende Betrag bis 15. November d. J. nicht eingegangen, wird angenommen, dassdas betreffende p. t. Mitglied die Einhebung mittelst Fostnachnahme wünscht.

I. Chronik.

2. Die Vereinsthätigkeit im Sommer 1899concentrirte sich, nebst der regelmässigfortlaufenden Herausgabe der>> Zeit-schrift für österreichischa Volks.kunde«, von welcher 4 Doppelhefte bereitsvorliegen, während das fünfte mit EndeOctober zur Ausgabe gelangen wird, aufdie Vermehrung der Sammlungen unseresMuseums sowie deren entsprechendeConservirung und Aufstellung in denbereits überfüllten Museumsräumlich-keiten. Die weiter unten folgenden Aus-weise über diesen äusserst regen underfreulichen Sammlungszuwachs lasseneinerseits die Theilnahme der Kronländeran unseren Bestrebungen nach wie vorin bestem Lichte erscheinen, zwingenaber andererseits immer unabweislicher dieernsteste Sorge darüber auf, wie sichunser Museum weiterhin gesund undSeine Durchlaucht der regierende organisch entwickeln solle, wenn durch

1. Spenden und Subventionen.

In der am 20. April stattgefundenenAusschusssitzung widmete Herr Aus-schussrath Josef Kahané, Director derVersicherungsgesellschaft» AssicurazioniGenerali«< in Triest, zum Zwecke des An-kaufes mehrerer zur Erwerbung stehendenwerth vollen Sammlungen für das Museumin grossmüthigster Weise den Betrag vonfl. 500. Seine Excellenz, der Herr Vereins-präsident Frh. v. Helfert, nahm sofortGelegenheit, dem edelmüthigen Spenderfür seine namhafte Widmung den wärmstenund verbindlichsten Dank auszusprechen.

Die Direction der Länderbankwidmete für die Zwecke des Museums denBetrag von fl. 50.

Fürst Johann II. von und zu Liech-tenstein, ein hochherziger Gönnerunseres Instituts, spendete zum Zweckedes Ankaufes einer schlesisch- volkskund-lichen Sammlung des Oekonomen A. B.Füllbier in Jablunkau den Betrag vonfl. 200.

die geradezu schon zur Calamität gewor-dene Raumbeengung und die völligeUnsicherheit sowie die Spärlichkeit derzur Verfügung stehenden Mittel nicht nurdas Wachsthum, sondern sogar die Existenzunseres, wir dürfen es ohne Unbe-scheidenheit rühmen, jedes Interesses undjeder Unterstützung würdigen, patrio-tischen Instituts fortwährend in Frage steht.