DIDLIUTIILA VED EN
FÜR ÖSTERREICHISCHE VOLKSKUNDE.
ANZEIGER
des
V
Vereines für österreichische Volkskunde
unter dem Protectorate Sr. k. u. k. Hoheit des durchlauchtigsten
Nr. 2
Herrn Erzherzogs Ludwig Victor.
Wien. 15. Februar 1896.
I. Jahrgang.
Dieser Anzeiger wird allmonatlich an sämmtliche Mitglieder desVereines für österreichische Volkskunde kostenfrei versendet.
Besondere Einladungen zu den Monatsversammlungen werden nicht mehr aus-gesendet; die Einladung auf der ersten Seite dieses Anzeigers diene den p. t. Mit-gliedern jeweilig zur gefälligen Kenntnissnahme.
EINLADUNG
zu der am 28. Februar, Abends 7 Uhr, imalten Rathhaussaale( I. Wipplingerstrasse 8,II. Stock) stattfindenden
Monatsversammlung.
Tagesordnung:
1. Vortrag des Herrn Hofrathes Dr. W. Exner:» Volkskundliche Bestrebungen in Oester-
reich.<<
2. Vortrag des Fräuleins Milena Mrazovićaus Sarajevo:» Das bosnische Volk.<<
Nach Schluss der Versammlung( circa 9 Uhr)zwanglose Zusammenkunft in der Restauration> Pschorrbräu«<, I. Jasomirgottstrasse 3 und 5.
CHRONIK.
Jahresversammlung am 24. Jänner.non Unter dem Vorsitze Sr. Excellenz desHerrn ersten Vicepräsidenten Josef Alex.Freiherrn v. Helfert fand am 24. Jännerdie diesjährige Jahresversamm-lung statt, bei welcher der Jahresberichtder Vereinsleitung und dervon denHerren Censoren Hofrath Dr. V. Jagićund Chorherrn Jacob Schindler ge-prüfte Cassenbericht zum Vortrage kamen.
An Stelle des abgetretenen Herrn Präsi-denten Sr. Excellenz Dr. Paul FreiherrnGautsch v. Frankenthurn wurdeder bisherige Herr erste VicepräsidentJosef Alex. Freiherr v. Helfert zumPräsidenten gewählt. Herr Hofrath Prof.Dr. Heinrich v. Zeissberg wurde zumersten Vicepräsidenten, das Herrenhaus-mitglied Herr Nicolaus Dumba und HerrDirector Dr. Carl Glossy wurden zuAusschussräthen erwählt.
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Die Abänderung der§§ 9 und 17,alinea f, wurde nach dem Vorschlage desAusschusses zum Beschluss erhoben. Dem-gemäss werden wir vorbehaltlich derbehördlichen Genehmigung neben denordentlichen künftig als stiftende Mit-glieder diejenigen Persönlichkeiten oderCorporationen zählen, die einen einmaligenStiftungsbeitrag von mindestens200 fl. erlegen. Der Ausschuss sollstatt wie bisher aus 20, künftig aus 40Mitgliedern bestehen, bis zu welcherMaximalzahl der jeweilig bestehende Aus-schuss durch Cooptation sich verstärkenkann. Am Schlusse des Abends hielt HerrUniversitätsdocent Dr. Ad. Hauffen ausPrag einen mit vielem Beifalle aufge-nommenen Vortrag:» Hexenwahn vonEinst und Jetzt«<, der auszugsweise inunserem Organ, der» Zeitschrift für öster-reichische Volkskunde«, erscheinen wird.
Reclamationen der p. t. Mitglieder sind zu richten an den Herrn Geschäftsführer des Vereines für österreichische