Heft 
4 (1969) 1-10
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Jg.4/ 1969

Volkskunde in Österreich

KURZNACHRICHTEN

Folge 9

Museen, Sammlungen, AusstellungenSTEGERSBACH( Bgld.). Eröffnung des Landschaftsmuseums.- Am 10. Oktoberkonnte das Landschaftsmuseum südliches Burgenland, das im Kastell der Markt-gemeinde Stegersbach durch das Burgenländische Landesmuseum eingerichtetwurde, der Öffentlichkeit übergeben werden. Neben der Geologie, Biologie,einer prähistorisch- archäologischen Sammlung sowie historischen Objekten istder Volkskunde ein bedeutsamer Platz gegeben worden. Hausrat, Arbeitsgerätund Trachten werden in drei Räumen in gefälliger Form und in modernen, schö-nen Vitrinen dargestellt. Die volkskundliche Sammlung, aus Beständen desBurgenländischen Landesmuseums und des alten Stegersbacher Heimatmuseums,wurde von Dr. Gertraude SUDA betreut. Das Museum ist von Ostern bis EndeOktober täglich von 9-12 und 13-17 Uhr zugänglich.( MK)Kongresse, Tagungen, VeranstaltungenBREGENZ. Arbeitstagung für Fasnachtforschung.- Der Arbeitskreis für Fas-nachtforschung am Ludwig- Uhland- Institut der Universität Tübingen hielt überEinladung des Vorarlberger Landesmuseums seine heurige Arbeitstagung vom24. bis 26. Oktober in Bregenz ab. Nach der abendlichen Eröffnung der Ta-gung, bei der HR. Dr. Arnulf BENZER seitens der Vorarlberger Landesregierungdie Teilnehmer begrüßte und Univ.- Prof. Dr. Hermann BAUSINGER einen Über-blick über die Leistungen und Aufgaben des Tübinger Arbeitskreises gab, kamdas Referat von HR. Univ.- Prof. Dr. Leopold SCHMIDT, der an einer persön-lichen Teilnahme verhindert war, zur Verlesung:" Von der Vorarlberger Fas-nacht zum österreichischen Fasching." Die zahlreichen Referate des folgendenSamstags waren ausschließlich den Fragen der Vorarlberger Fasnacht gewidmet:Während vormittags einzelne Kapitel der Vorarlberger Fasnacht in Geschichteund Gegenwart erörtert wurden, kamen am Nachmittag die Berichterstatterüber die Fasnachtsbräuche in den einzelnen Vorarlberger Städten und Talschaf-ten zu Wort. Den Abendvortrag über" Die Rolle des Funkensonntags in Vor-arlberg im Vergleich zu den angrenzenden Landschaften" hielt Univ.- Prof. Dr.Karl ILG. Die Beiträge am Sonntagvormittag über die Fasnachtsbräuche inWesttirol, in der Ostschweiz und in Südwürttemberg boten die Grundlage füreine vergleichende Betrachtungsweise. Von der Bregenzer Tagung sind erfreu-liche Impulse für eine Belebung und Neuorientierung der Brauchforschung inVorarlberg ausgegangen.( kb)

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SAMMLER MITTEILUNGEN

Der Hausschwamm. Der Hausschwamm kann in kurzer Zeit das befallene Holzzerstören. Er breitet sich rasch aus und kann auf Mauerwerk meterweite Strek-ken überbrücken, um Holz zu finden. Sichtbare Spuren sind watteartige weißeGebilde. Der Hausschwamm tritt vor allem in Kellerräumen auf, Feuchtigkeitbegünstigt sein Gedeihen. Auch scheinbar tote Partien können nach Jahrenwieder aufleben. Eine Beseitigung ist schwer und kostspielig. Befallenes Holzmuẞ verbrannt werden. Mauerwerk ist mit einer Drahtbürste abzukratzen, Fu-gen mit einer Lötlampe auszubrennen. Zur Nachbehandlung gibt es chemischeSpezialmittel. Die beste Vorbeugung ist häufiges Luften und Zugluft.( m)

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