Jg. 4/1969
Volkskunde in Österreich
KURZNACHRICHTEN
Folge 3
Museen, Sammlungen, AusstellungenMODLING. Sonderausstellung" Feste und Feiern in Mödling".- Die im Rah-men des Festprogramms zum" Fasching in Mödling" am 13. Februar 1969 eröff-nete Ausstellung bleibt bis Ende März zugänglich. Die Schau von Sachzeug-nissen und Photodokumentationen des städtischen Festbrauchs besonders zu Be-ginn unseres Jahrhunderts wird ergänzt durch die Darstellung von" Faschings-bräuchen in Niederösterreich" mit Leihgaben des Österreichischen Museums fürVolkskunde in Wien.( kb)
Institute, Archive
EISENSTADT. 40 Jahre Volksliedforschung im Burgenland. Anläßlich des40jährigen Bestandes des bgld. Arbeitsausschusses des Österreichischen Volks-liedwerkes im Jahr 1967 erschien nun eine von K. GRADWOHL, A. SATTLERund J. SCHARNAGL redigierte Festschrift" 40 Jahre Volksliedforschung undVolksliedpflege im Burgenland"( Eisenstadt, Selbstverlag, 1968. 40 Seiten) mitverschiedenen Berichten über die Geschichte und den Stand der bgld. Volks-liedforschung und des bgld. Volksliedarchives nebst Beiträgen über das Lied-gut der kroatischen und magyarischen Minderheiten des Burgenlandes. Eine" Bibliographie des bgld. Volksliedes" von KUNNER- KLIER- GRADWOHL be-schließt das Jubiläumsheft.( kb)
Personalien
WIEN. Der Ehrenvorstand der Österreichischen Gesellschaft für Volkslied- undVolkstanzpflege( Volksgesangsverein Wien) und langjähriges Mitglied des Ver-eins für Volkskunde Prof. Dr. Georg KOTEK vollendete am 4. März 1969 sein80. Lebensjahr. Zu Ehren des Jubilars wurde am 1. März 1969 im großen Ehr-barsaal, Wien IV., ein Festabend veranstaltet.( kb)
WIEN. Herrn Hauptschuldirektor Franz SCHUNKO, Leiter des Archivs fürWien und Niederösterreich des Österreichischen Volksliedwerkes und Aus-schußmitglied des Vereins für Volkskunde, wurde vom Bundesminister für Un-terricht am 23. Dezember 1968 das Goldene Verdienstzeichen der RepublikÖsterreich verliehen.( kb)
SAMMLER MITTEILUNGEN
Identifizierung von Eisengeräten bei Ausgrabungen. Ei sengeräte altersmäßig zubestimmen ist sehr schwer, wenn nicht Fundort und Fundlage ordnungsgemäßfestgehalten wurden. Die Geräte an sich können nur über den Umweg der Ge-räteforschung erkannt werden. Vergleichsmaterial ist in öffentlichen und pri-vaten Sammlungen genug vorhanden. Erschöpfende Auskunft gibt z. B. auchWathners" Praktischer Eisenhändler", ein überreich bebildertes Werk, das fürdie Zeit von 1883 für alle in den Alpenländern erzeugten Eisenwaren bestim-mend ist. Mit Hilfe dieses Buches konnte z. B. ein ansehnlicher Bestand derMagdalensberger Eisenfunde bestimmt werden, da sich diese sowohl formen-wie gewichtsmäßig untereinander decken. Daneben ist der Schmied als Hand-werker heranzuziehen, der in seinem Formenschatz bis auf die Antike zurück-greifen konnte.( Wolfgang Haid, Leoben)
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