Jg.4/ 1969
Volkskunde in Österreich
Folge 2
Kapeller, Wittwer usw. Ein bedeutendes Gemälde des Imster Malers ThomasWalch," Sternsinger in einer Bauernstube" 1898, befindet sich übrigens in derSammlung des Österreichischen Museums für Volkskunde in Wien. Die frühge-schichtlichen, bergbau- und volkskundlichen Sammlungen werden ergänzt durcheine Urkundensammlung, durch alte Bücher, Zunftordnungen, ein Pfarrurbarund die Original urkunde über die Markterhebung von Imst aus dem Jahre 1282.Erster Aufstellungsort dieses Museums war das alte Rathaus am Stadtplatz. Eswanderte dann in das Haus in der Ballgasse und befindet sich dort seit rundvierzig Jahren. Die letzte Neueinrichtung wurde im Jahre 1947 unter der Lei-tung von Hofrat Dr. Egg durchgeführt. Nun will das Kulturreferat der Stadtge-meinde unter Stadtrat J. Neururer dieses schon ehrwürdige Institut neu ein-richten, Überflüssiges deponieren und, wenn möglich, einen eigenen Raum fürmoderne Kunst schaffen. Unterstützung findet die Neugestaltung durch das Amtder Tiroler Landesregierung und das Landesmuseum Ferdinandeum.( T., TirolerTageszeitung vom 13.1.1969)
KURZNACHRICHTEN
Vereinigungen, Organisationen
WIEN. Schriftenreihe" Niederösterreichische Volkskunde". Das NÖ. Bil-dungs- und Heimatwerk( 1010 Wien, Bankgasse 2) kündigt als Band 4 seinerSchriftenreihe" Niederösterreichische Volkskunde" den Titel Karl M. KLIERund Johann MAYERHOFER," Volksleben im Land um Wien", an. Dieses Bänd-chen gibt eine Darstellung des Volkslebens um die Jahrhundertwende und ent-hält in gewohnt sorgfältiger Ausstattung 50 Abbildungen nach Originalzeich-nungen von Volksbräuchen, Trachten und dgl.( kb)
Personalien
LINZ. Hofrat Dr. Hans COMMENDA, Korrespondierendes Mitglied des Ver-eines für Volkskunde in Wien, begeht am 5. Februar 1969 seinen 80. Geburtstag.
SAMMLERMITTEILUNGEN
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Wenn ein Hinterglasbild bricht. Der Versuch, beschädigte Hinterglasbilderselbst zu restaurieren, verläuft meist nicht glücklich. Fehlende größere Glas-teile, Farbverluste und Vergoldung kann zumeist ein Fachmann ergänzen, Split-ter und die alte Verspiegelung jedoch nicht. Ein einzelner, durchgehenderSprung verlangt noch keine Sicherungsmaßnahme, bei mehrfachen Sprüngen istdas Vorsetzen eines neuen Glases notwendig. Klebestreifen auf die Farbschichtegezogen, zerstören diese unweigerlich. Abbröckelnde Teile der Farbschichtekönnen durch leichtes Überblasen mit Fixativ gesichert werden. Um Hinter-glasbilder vor dem Herabfallen und damit vor Bruch zu schützen, sollten sie amAufhängehaken zusätzlich mit Faden oder Draht gesichert werden.( Hans Schölm)Einladung zur Mitarbeit.- An die Sammler ergeht die Bitte, kurze Mitteilun-gen oder Anfragen aus dem volkskundlich- musealen Bereich der Redaktion desNachrichtenblattes zu übersenden!( FM)
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