Heft 
4 (1969) 1-10
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Jg.4/ 1969

Volkskunde in Österreich

KURZNACHRICHTEN

Folge 1

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Museen, Sammlungen, AusstellungenWIEN. Spielzeugsammlung Gabriele Folk. Wie einer Pressemitteilung zuentnehmen ist, besteht die Absicht, die bekannte private SpielzeugsammlungGabriele Folk nach Übernahme durch die Gemeinde Wien in der Wertheimstein-Villa in Wien- Döbling unterzubringen.( Die Presse vom 16.10.1968)

Personalien

LINZ. Universitätsdozent Oberrat Dr. Ernst BURGSTALLER hat sich am 28. Mai1968 an der Hochschule für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften in Linz um-habilitiert. Seine Vorlesungen erfolgen im Rahmen des" Instituts für Sozial- undWirtschaftsgeschichte- Volkskunde".

LINZ. Am 5. Februar 1969 begeht Hofrat i.R. Dr. Hans COMMENDA, Korres-pondierendes Mitglied des Vereins für Volkskunde, seinen 80. Geburtstag.TRAUTENFELS. Dr. Karl HAIDING erhielt am 22. Juli 1968 den" ErzherzogJohann- Forschungspreis" der Steiermärkischen Landesregierung.

INNSBRUCK. Am 7. Dezember 1968 erhielt Univ.- Prof. Dr. Karl ILG, Vor-stand des instituts für Volkskunde an der Universität Innsbruck, in Freiburg imBreisgau den" Oberrheinischen Kulturpreis 1968" der Johann- Wolfgang- von-Goethe- Stiftung. Die Laudatio hielt Univ.- Prof. Dr. Lutz Röhrich vom Volks-kundlichen Seminar der Universität Freiburg.

GRAZ. Zum Ordentlichen Hochschulprofessor an der Akademie für Musik unddarstellende Kunst in Graz wurde der Außerordentliche HochschulprofessorDr. Walther WÜNSCH, Vorstand des Instituts für Musikfolklore, ernannt.

SAMMLER MITTEILUNGEN

Unter dem Titel" Sammlermitteilungen" wird hier versuchsweise eine neue Rubrikeröffnet, die dem freien Erfahrungs- und Meinungsaustausch der Betreuer vonHeimatmuseen und Besitzer von Privatsammlungen dienen soll. Die sachlicheBeschränkung auf volkskundliche Belange ergibt sich aus der allgemeinen Ziel-setzung des Vereines für Volkskunde und seines Nachrichtenblattes" Volkskundein Österreich". Es wird hiermit auch jede Überschneidung mit anderen öster-reichischen museographischen Publikationen vermieden.( kb)

ENNS. Durch Zufall konnte im Ennser Museum ein aus der Römerzeit stammen-der Schraubstock entdeckt werden, der konstruktiv einem Flaschenschraubstockentspricht und der Größe nach einem Goldschmied gehört haben dürfte. DasObjekt beweist, daß derartige Vorrichtungen schon den Römern bekannt waren,aber dann in Vergessenheit geraten sind. Bisher wurde nämlich die Erfindung desSchraubstockes, auf Grund alter Abbildungen, erst in die Zeit um 1500 verlegt.Dieses Beispiel zeigt, wie wichtig eine Auswertung der Sammelbestände inverschiedenen Richtungen hin ist. Es finden sich in den Museen oft Objekte,die weit über den lokalen Rahmen hinaus von wissenschaftlichem Interesse sind.( Maresch)

LAAB IM WALDE(.). Ein Bauer in Laab im Walde hat" eine schöne Wind-mühle( Worfelmaschine) aus dem Jahre 1856 mit Erzeugerfirma darauf" undsucht ein daran interessiertes Museum.( Kraus- Kassegg)

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