Jg.3/ 1968
Volkskunde in Österreich
Folge 3
UMFRAGE
Eine Bitte um Unterstützung
Wie an dieser Stelle bereits berichtet werden konnte, beabsichtigt das" Öster-reichische Freilichtmuseum" in Stubing bei Graz eine zentrale Fachbibliothekund Dokumentationsstelle der österreichischen Hausforschung einzurichten. Indiesem Zusammenhang erreicht uns folgende Bitte, der an dieser Stelle gerneRaum gegeben wird:
" Das Österreichische Freilichtmuseum in Stubing bittet dringend um Hilfe beimAufbau der Bibliothek. Benötigt werden: die gesamte allgemeine volkskundli-che Literatur, im besonderen der volkskundlichen Sachkultur und Literatur derHausforschung. Angebote werden erbeten an: Österreichisches Freilichtmuseum,A- 8114 Stübing bei Graz, Steiermark".
Direktor Prof. Dr. Viktor H. Pöttler
KURZ BERICHTE
Personalien
STOCKHOLM. Professor Sigurd Erixon+.- In Stockholm ist am 18. Februar1968 Prof. Sigurd ERIXON im achtzigsten Lebensjahr gestorben. Sein wissen-schaftliches Wirken war für die schwedische wie für die gesamte europäischeVolkskunde von größter Bedeutung. In Würdigung seiner hohen Verdienste und derjederzeit freundschaftlichen Verbindung mit der österreichischen Volkskundehatte der Verein für Volkskunde in Wien Prof. Sigurd Erixon 1960 zu seinemEhrenmitglied gewählt.( kb)
WIEN. Erteilung der Lehrbefugnis für Volkskunde an Univ.-Dozent Dr. FranzLipp. Aufgrund des Beschlusses der Philosophischen Fakultät der UniversitätWien vom 11.12.1967 wurde Univ.- Dozent Dr. Franz LIPP, Vizedirektor desOÖ. Landesmuseums in Linz, die Lehrbefugnis mit der Bezeichnung" Volks-kunde von Mitteleuropa" erteilt.( kb)
WIEN. Verleihung der Gottfried- von- Herder- Preise 1968.- Die seit 1964 vonder Stiftung F.V.S. zu Hamburg gemeinsam mit der Johann- Wolfgang- von-Goethe- Stiftung zur Pflege und Förderung der kulturellen Beziehungen zu denost- und südostdeutschen Völker zur Verfügung gestellten Gottfried- von- Her-der Preise gelangen am 27. April 1968 durch den Rektor der Universität Wienzur Verteilung. Unter den Preisträgern befindet sich der tschechische Volks-kundler Ludvik KUNZ, Direktor der Ethnographischen Abteilung des Mähri-schen Museums in Brünn und seit 1960 Korrespondierendes Mitglied des Vereinsfür Volkskunde in Wien. Gleichzeitig erhält über Vorschlag des Preisträgerseine begabte Nachwuchskraft aus der Tschechoslowakei ein Stipendium für eineinjähriges Studium an der Universität Wien.
( Wiener Zeitung vom 26.1.1968)
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