Heft 
3 (1968) 1-10
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Jg.3/ 1968

Volkskunde in Österreich

Folge 3

BERICHTE

Tätigkeitsbericht des Vereines für Volkskundefür das Jahr 1967

Der Vereinsvorstand kann der Generalversammlung 1968 am 22. März 1968abermals eine erfreuliche Jahresbilanz vorlegen. Hervorzuheben ist die neuerlich hohe Anzahl von 60 Neuanmeldungen, denen im Jahr 1967 nur zwei Ab-meldungen gegenüberstanden. Drei langjährige und treue Vereinsmitglieder,Dr. Cassio CASTEL PIETRA aus Mitterberghütten im Pongau, Dr. Franz HALLERund Professor Anton SCHEIBLIN, beide aus Wien, sind im vergangenen Jahrverstorben; der Verein wird ihr Andenken in Ehren halten. Der Mitgliederstanderreichte damit zu Jahresende 1967 die Zahl von 474 Personen und Institutio-nen. Besonders zu begrüßen ist die weiterhin zunehmende Verankerung desVereines in den österreichischen Bundesländern, aber auch in den Nachbar-ländern wie Deutschland und Schweiz. Der Verein findet dadurch einen merk-lich größeren Wirkungskreis, ganz im Sinne seiner Zielsetzungen. Er kann sei-nen Aufgaben, der Verbreitung volkskundlichen Wissens und der Vermittlungder Leistungen der österreichischen Volkskunde, auch um so mehr entsprechen,als ein erfreulich hoher Anteil der neuen Mitglieder sich für das Abonnementder" Österreichischen Zeitschrift für Volkskunde" entschließt, deren XXI. Band( 70. Band der Gesamtserie) inzwischen abgeschlossen vorliegt. Der Vereins-vorstand ist überzeugt, daß der mit vielen Anstrengungen auf dem Stand von1956(!) unverändert niedrig gehaltene Bezugspreis der Zeitschrift( öS 72.-für Mitglieder) dazu beiträgt, daß die Abonnentenzahl Jahr für Jahr ständigwächst. So konnten auch 1967 wieder 49 neue Abonnenten gewonnen werden,womit sich die Zahl der Dauerbezieher auf insgesamt 651 erhöhte. Um auchden laufenden Einzelbestellungen gerecht werden zu können, mußte für dasJahr 1967 die Auflagenhöhe der Zeitschrift abermals gesteigert werden, sieerreicht gegenwärtig 800 Exemplare. In gleicher Weise war für das Nachrich-tenblatt des Vereines im Laufe des Jahres 1967 eine Auflagenerhöhung auf mo-natlich 650 Exemplare erforderlich, woraus wohl geschlossen werden darf, daßdieses noch junge Vereinsorgan seinerseits der ihm zugedachten Aufgabe ge-recht wird. Unter anderem ist es dem Verein mit Hilfe dieses Blattes nun mög-lich, unverzüglich auf Neuerscheinungen der österreichischen Volkskundehinzuweisen und auf diese Weise- völlig uneigennützig und unter rein fach-lichen Gesichtspunkten- das einschlägige Verlagswesen zu unterstützen. Dar-überhinaus ist der Verein in einzelnen Fällen auch immer wieder bestrebt, mitden ihm zu Gebote stehenden Mitteln wissenschaftliche Veröffentlichungendirekt zu fördern. Der Verbreitung wissenschaftlicher volkskundlicher Literaturaus Österreich ganz allgemein, in erster Linie aber als dringend benötigte For-schungshilfe soll schließlich auch die" Bibliographie der österreichischen Volks-kunde" dienen, für die die Vorarbeiten bereits abgeschlossen sind und die derVerein mit den Jahren 1965-1967 beginnend im Laufe dieses Jahres heraus-

zugeben beabsichtigt.

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Klaus Beitl