Jg.2/ 1967
Volkskunde in Österreich
HINWEISE
Folge 10
Für den Gabentisch: Neue Bücher über österreichische Volkskunst.Wie im vergangenen Jahr will der Verein für Volkskunde auch für Weihnachten1967 auf z.T. schon im Titel angekündigte Bildbände hinweisen. Wir könnenim zur Verfügung stehenden Raum keine ausführlichen Besprechungen bringen( die Werke sind in der Regel in der Öst. Zs.f. Volkskunde rezensiert worden),doch mag das Folgende als Anregung und Hilfe beim Aussuchen von Geschenk-büchern dienen, die den volkskundlich Interessierten erfreuen können.Franz COLLESELLI, Tiroler Bauernmöbel. Innsbruck- Wien- München, Tyrolia-Verlag, 1967.- 200 Seiten. S 360.-. Das mit zahlreichen, auch farbigenBildern von hervorragender Qualität ausgestattete Werk stammt wohl vom-neben Josef Ringler, dem das Buch gewidmet ist besten derzeitigen Kennerder Tiroler Bauernmöbel. Der einführende Text ist sehr knapp gehalten undweist durch Literaturangaben auf weitere Publikationen zum Thema hin. Dersorgfältige Betrachter der Bildtafeln aber wird daraus viel lernen können undneben der Freude am Schönen auch sachlichen Gewinn aus dem Buch ziehenkönnen!
Leopold SCHMIDT, Bauernmöbel aus Süddeutschland, Österreich und derSchweiz. Wien- Hannover, Forum- Verlag, 1967.- 207 Seiten, 148 Abbildungen, farbig und schwarzweiß. S 348.-. Das Werk schließt würdig an den Band" Volkskunst in Österreich" an, das der Verfasser 1966 im gleichen Verlag her-ausbrachte. Das trefflich ausgestattete Buch ist mit einem ausführlichen Text-teil über die einzelnen behandelten Landschaften, übrigens unter EinschlußvonKrain, versehen. Das Bildmaterial stammt auszahlreichen Museen und ist durchein Abbildungs- und Herkunftsverzeichnis erschlossen. Ein umfangreiches Lite-raturverzeichnis und drei Register ergänzen den schönen und lesenswerten Band.In der gleichen Sachgruppe sei nochmals ein 1966 erschienenes Buch erwähnt,das wir Franz LIPP verdanken: Oberösterreichische Stuben. Bäuerliche und bür-gerliche Innenräume. Möbel und Hausgerät. Linz, Verlag J. Wimmer, 1966.290 Seiten, 33 Skizzen und Pläne im Text, 68 ein- und 27 vierfarbige Bild-tafeln. S 290.-. Der Verfasser ist mindestens allen jenen, die seinerzeit seineschöne Ausstellung" Oberösterreichische Bauernmöbel" im Linzer Schloßmuseumgesehen haben, in bester Erinnerung und gründliche Beschäftigung mit dem The-ma hat den vom Text und vom Bild her empfehlenswerten Band entstehen lassen,den man immer wieder gern in die Hand nehmen wird. Er führt bis in die Ge-genwart und zeigt somit nicht nur Museales, sondern auch noch lebende Wohn-kultur des Landes ob der Enns.
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Gleichfalls aus Oberösterreich, aus demselben Verlag, erreichte uns 1967:Otfried KASTNER, Handgeschmiedet. Eisenkunst in Österreich aus der Zeitder Landnahme, Romanik und Gotik. 308 Seiten, 16 farbige und 120 Schwarz-weißtafeln. S 280.-. Kastner hat schon öfter über Schmiedeeisen geschriebenund stellt nun die frühe Eisenkunst unserer Heimat in ausgewählten Beispielendar, die in ihren ältesten Erzeugnissen v.a. als Truhen- und Türbeschläge auf-scheinen und auch sonst mehrfach in den volkstümlichen Bereich hineinreichen,etwa mit Votivgaben, Blechschnitt laternen und Waffeleisen. Maria Kundegraber
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