Heft 
1 (1966) 1-10
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Jg. 1/1966

Volkskunde in Österreich

Folge 1

KURZ NACHRICHTEN

Museen, Sammlungen, Ausstellungen:

WIEN, Niederösterreichisches Landesmuseum. Am 15. Jänner 1966 schließtdie Weihnachts- Sonderausstellung" Niederösterreichische Wallfahrten imSpiegel des Kleinen Andachtsbildes. Aus der Sammlung Prof. Fritz Weninger,Wien", die erstmals einem größeren Kreis die Einsicht in diese Privatsammlungvolkstümlicher religiöser Graphik ermöglicht hat. Der Katalog von PeterWENINGER, der in guter Ausstattung als Nr. 24 der Neuen Folge der Kata-loge des N.Ö. Landesmuseum erschien( 24 Seiten unpaginiert, 7 Abbildungenauf 4 Tafeln), verzeichnet 192 Exponate: neben einzelnen Gnadenbildern undverschiedenen Devotionalien vor allem kleine Wallfahrtsbildchen des 17. bis20. Jahrhunderts aus 40 Wallfahrtsorten Niederösterreichs.

LINZ. Im Dezember 1964 hat sich der" Verband Oberösterreichischer Frei-lichtmuseen" konstituiert, der unlängst unter dem Vorsitz von Bezirkshaupt-mann Hofrat Dr. ORTNER seine erste Generalversammlung abhielt. Ziel desVerbandes ist die Erhaltung und museale Ausgestaltung charakteristischer Bei-spiele bäuerlicher Wohnhäuser und Wirtschaftsbauten. Die ersten Objekte, diedurch den Verband betreut werden sollen, sind die vierhundert Jahre alte" Azenaumühle" bei Bad Goisern und ein Dreikanthof in Pelmberg( Mühlvier-tel).( Die Presse, 27.12.1965).

SAALFELDEN. Als erster Abschnitt des im Aufbau befindlichen Heimatmuseumsim Schloß Ritzen wurde am 7. November 1965 das" Saalfeldner Krippenmuseum"eröffnet. Die 80 Exponate aus der Sammlung des Saalfeldners Alexander SCHLÄF-FER geben einen Überblick über die Entwicklung der heimischen Krippenkunstvom späten 17. Jahrhundert bis zur Gegenwart.( Ausführlicherer Bericht:Dr. Josef STOCKINGER, Ein Krippenparadies; in: Der Volksbote, Innsbruck24.12.1965, S.16).

HARD( Vorarlberg). Im" Jahrbuch des Vorarlberger Landesmuseumsvereins 1964"( Bregenz 1965) berichtet S. 145-154 Eugen STADELMANN über" Das HarderHeimatmuseum in der Mittelweiherburg", dessen Eröffnung bereits 1962 erfolgte,ohne daß es weiteren Kreisen bekannt geworden ist. Das Museum befindet sichin einem teilweise noch erhaltenen und wiederhergestellten Wasserschloß, dasum 1570 als Edelsitz erbaut wurde. Von volkskundlichem Interesse ist vorallem ein Raum mit Werkzeugen und Erzeugnissen der frühindustriellen Form-stecherei und des Stoffhanddruckes, die im Jahr 1825 durch die Firma Jenny&Schindler in Hard ansässig geworden ist; bemerkenswert das Tischzeichen desVereines der Drucker und Formstecher. In anderen Räumen einige bäuerlicheMöbel.