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H. 7+8
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ausgesetzt und entschloss sich schließlich zurFlucht. Neben der welt- berühmten Antiken-sammlung von Sigmund Freud konnten dankinternationaler Hilfe auch die eher gewöhn-lichen Alltagsmöbel aus Hochrotherd nachLondon ausgeführt werden. Seit Jahrzehn-ten bilden sie dort, im Freud Haus, gemein-sam mit einem historischen Bildersouve-nir aus Bad Gastein und einer Pendeluhraus Wien, ein Österreich- Zimmer" im Exil.

2015 sind die Möbel der Psychoanalytikerin undPädagogin Anna Freud sowie die Pendeluhrder Familie zu Besuch in Wien. Auf Grund ihrerGeschichte verwehren sie sich allerdings einer,wenn auch nur temporären, Rückführung nachÖsterreich. Und trotzdem sind sie gegenwärtigund anwesend, in Form von Substituten bzw.memory objects Elementen, die in ihrer Mate-rialität eine spezifische Geschichte speichern, ansie erinnern und sie vermitteln. Im Museum wirdder Erfahrung der erzwungenen Emigration undeiner möglichen neuen Bedeutung der Möbelfür ihre Besitzerin im Exil nachgespürt. Hier, inWien, bildet sich eine Art Klammer, die früh in

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den 1930er Jahren- ansetzt, die Geschichte mitdem Weiterleben der Objekte in Großbritannienbzw. London fortführt und bis in die Gegenwartheranführt. Im Dialog mit der Möbelsammlungdes Museums entwickelt die Ausstellung Lesar-ten für diese Dinge der Emigration" und willals Intervention auch Fragen entstehen lassen,die für das Volkskundemuseum, seine Samm-lung und seine Zeigepraxis selbst von Relevanzsind.

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit demFreud Museum London. Ausstellungsinhaltewerden etwa zeitgleich im Dining Room desFreud Museums gezeigt werden.

Kuratorin: Birgit Johler, Kulturwissenschafterinund Ausstellungskuratorin

Zur Ausstellung erscheint eine Publikation:Birgit Johler, Freud's Dining Room. Möbel bewe-gen Erinnerung/ Furniture Moves Memory.Wien 2015( farbig, dt./engl.).

Begleitprogramm im Ausstellungsfolder und

auf www.volkskundemuseum.at

S Sathies, piefter, 50

Truhe, datiert 1850, Freud Museum London Foto: Alex Kubik O ÖMV

September Oktober 2015

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