49. JG./2014- 37
KURZNACHRICHTEN
VOLKSKUNDE
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N
OSTERREICH
FOLGE 3+ 4
SALZBURG. Falco, Aerobic und
Eiche Rustikal 1984-Zeitreise in das Eröffnungsjahrdes Salzburger Freilichtmuseumsnoch bis 2. November 2014
Bewegung, Veränderung, Beschleunigung-der umfassende Wandel und die tiefgrei-fenden Veränderungen des Alltagslebensim 20. und 21. Jahrhundert sind unüber-sehbar. Was heute als Innovation gilt, istmorgen vielleicht schon veraltet. Was hatsich seit 1984, dem Gründungsjahr desFreilichtmuseums, verändert?
Zunächst wird beleuchtet, was sich 1984alles in Salzburg, in Österreich und auf derWelt, neben der Eröffnung des Freilicht-museums, ereignet hat. Einzelne Objekteaus dem Jahr 1984, die in den Museums-häusern der historischen Einrichtunggegenübergestellt werden, belegen dieAnderungen des Alltags vom 18. und 19.Jahrhundert bis 1984. Der geschichtliche
Bogen wird weiter bis in die Gegenwartgespannt. Dies macht deutlich, wie viellangsamer die Innovationen vor dem 20.Jahrhundert vor sich gingen. Zur Doku-mentation dieser Abläufe liefern Museenwie das Freilichtmuseum Großgmaineinen wertvollen Beitrag.
Salzburger Freilichtmuseum in GroßgmainHasenweg 1, 5084 Großgmainsalzburger@freilichtmuseum.comwww.freilichtmuseum.comTel+43 662 850011
Dienstag- Sonntag 10-18 Uhr
WIEN. Böse Dinge-
Eine Enzyklopädie des Unge-schmacks HofmobiliendepotMöbel Museum Wiennoch bis 6. Juli 2014
Gustav E. Pazaurek, Direktor des Stuttgar-ter Landesgewerbermuseums eröffnete1909 eine„ Abteilung der Geschmacksver-irrungen". Er entwickelte eine komplexeSystematik zum Erfassen von Geschmacks-fehlern aller Art.
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Als Mitglied des Deutschen Werkbundswar Pazaurek davon überzeugt, dassDinge einen starken Einfluss auf Men-schen haben, sowohl im ästhetischenals auch im ethisch- moralischen Sinne.Neben Objekten aus dem ehemaligen„ Schreckenkabinett", sind Stücke aus demHofmobiliendepot und anderen WienerSammlung darunter auch Objekte ausdem Volkskundemuseum- sowie aktuelleGegenstände vom Designerstück biszur Massenware zu sehen. Sie werdenausgehend von Pazaureks Fehlerkatalogder alten Systematik unterworfen.Heute steht eher der Kontext von sozialenund ökologischen Faktoren im Mittelpunktder Überlegungen. Der Fehlerkatalog wurdedaher um neue Kategorien ergänzt.Die Ausstellung wurde vom Werkbundarchiv-Museum der Dinge Berlin entwickelt.