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kleinen Manne und armen Teufel gegenüber oft großmütig und gönner=haft auftraten, mit gemeinem Wegelagerertum Züge von hohem per-sönlichen Mute, bewundernswerter Verschlagenheit und List, ja mit=unter sogar Karl Moorscher Größe paarten und ihre ganze haẞerfüllteFeindschaft meist gegen die Herren und Mächtigeren und deren Organekehrten.
Vielleicht trifft die Charakteristik, welche Karl Sticler³) dem ausWas ist Miesbach ſtammenden Wiesbacher Franzl angedeihen läßt, aufdie meisten Freibeuter der hier erwähnten Art zu:
,, Oftmals wegen Wilderns bestraft", sagt Stieler von diesem bairischenRaubschützen, den er persönlich gekannt hat, ,, war er von diesem poetischen zumgemeinen Diebstahl übergegangen und von da zum Raub. Eine Art von un=heimlicher Furcht, welche sonst die Leute... nicht kennen, verbreitete sich umseinen Namen. Nirgends hielt er sich auf, aber überall war er da. Niemandwußte seine Wege, aber Jeder fürchtete sie... Dies Gefühl erzeugte einen wahrenTerrorismus. In den meisten Fällen ward ihm gutwillig gegeben, denn seineKühnheit schüchterte die Leute ein... Dann benahm er sich wohl wie ein Gast.Niemals nahm er von Solchen, denen das Geben sauer war. Er war eine echteRäubernatur: großmüthig und grausam, wie es gelegen kam."
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Auch den Jäger wird das Lied vom Schragl Thomerl interessieren.Schon im 5. Gsätzl werden die Steinböcke erwähnt. Jm 7. will sichder von den Wildschützen am Leben bedrohte Jäger mit drei Gambs=böckln loskaufen, erhält aber im 8. die Antwort, daß man auf solchminderes Wild gar kein Gewicht lege, da man sich in der Floitn nochgenug Steinwild verspräche. Wer weiß über das Vorkommen dieserWildart im fraglichen Gebiete und über den Zeitpunkt des Aus=sterben derselben etwas Näheres? Dies könnte mit zur Zeitbestimmungunseres Liedes beitragen.
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Sprachlich veranlaßt uns die Begrüßung der„, Kellmerin" im2. Gsätzl zu folgender Vermutung, welche nur als solche betrachtet werdenwill. Sie redet den Schragl und seine Gefährten mit„ liebe JanischeBincken" an. Sollte dies mit dem rotwelschen Adjektiv„ jenischsammenhängen und etwa verdruckt sein? Der Dialektdichter J. F. Ca=stelli versah sein zu Wien im Jahre 1847 erschienenes ,, WörterbuchÜber Wilderer- Aberglaube vgl. auch dessen Waldbauernblut. S. 99 ff. unddesselben ,, Altsteirisches", wo er S. 23 vom Manggen- Micht, einem Wildschützen,der zur Erlangung der Treffsicherheit ein Fledermausherz an den linken Armband, berichtet. Dieser Wildschütz erschoß eine 16jährige Jungfrau Glossar ::: zum Glossareintrag Jungfrau, deren Herz erverzehrte, um sich unsichtbar machen zu können.
8) in einer packend geschriebenen Schilderung„ Ein Räuberleben in denBergen".
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