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Feuermachen auf dem Boden. Das findet sich im bosnisch- herzego-winischen Hause selten.<< Meringer hat im ganzen zwei Häuser gesehen,wo der Herd ganz fehlte, und zwar einmal in Suhaja bei Krupa in einemzweizelligen, aber nicht echt bosnischen Hause, und dann in einemmohammedanischen Glossar ::: zum Glossareintrag mohammedanischen Hause in Jezero. In beiden Fällen wurde das Feuerin der Mitte des Raumes angefacht, dort in der Küche, hier in der Kuća.In Dolina geschieht dies jedoch regelmäßig. Um der Feuers-gefahr auszuweichen, bedienen sich die Bewohner von Dolina einerVorrichtung, welcher wir erst beim Hineingucken unter das Hausgewahr werden. Es sind die sogenannten» upuščena ognjišča«<, unterdem Niveau des Fußbodens angebrachte viereckige, aus Balken unddicken Brettern hergestellte Kisten( Taf. IV, Fig. 5) oder keilförmigeGestelle, welche gleichfalls auf stärkeren Balken und noch stärkerenPfählen ruhen. Die ersteren wie die letzteren werden bis hinauf mitAsche und Erde vollgestampft, so daß sie in gleicher Höhe mit demFußboden sich befinden. Die letztere Art von Feuerherdgestellen scheintmir älter zu sein als die erstere, weil sie vorwiegend in den älterenprimitiven Glossar ::: zum Glossareintrag primitiven Häusern zu finden ist. Die hier beschriebene upuščenoogujišce>> komo«< stammt aus dem Hause des Jozo Šokić in GornjaDolina( vergl. das Haus Fig. 11). Auf zwei, öfters auch drei kurze,ziemlich starke Pfähle ist ein Querbalken gelegt, welcher obenrinnenartig ausgehöhlt ist. In dieser Rinne laufen die zwei Reihenschief gelegter und an die zwei mittleren Kopfschwellen angelehntenBretter keilförmig zusammen. Seitwärts wird dieses Gestell mit einem.oder zwei von außen verkeilten Brettern verschalt. Seine Länge be-trägt 2 m, die Breite 118 m. Es kommt regelmäßig unter die Mittedes Hauses, und zwar immer quer der Länge nach, zu stehen. Eineeinzige Ausnahme macht das einzellige Haus des Pavić, wo sich dasGestell gleich rechterhand von der Tür befindet. ¹)
Das viereckige, kistenartige Gefüge von Brettern und Balkenkommt vorwiegend in den größeren Häusern der zweiten und drittenPeriode vor. Unsere Kiste ruht auf sieben kurzen, mächtigen Pfählen
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weil einer derselben ganz morsch geworden ist, hat man an seineStelle einen dicken Holzklotz untergeschoben und auf fünf über-platteten Schwellen und besteht aus stärkeren, schräg gestelltenBrettern( Seitenwänden), welche von außen verkeilt sind, sowie ausgespaltenen Rundhölzern mit der Rundung nach oben( Boden). IhreLänge beträgt 3.70 m und ihre Breite 250 m, die Höhe vom Boden1.10 m, wovon 70 cm auf die Pfähle entfallen. Die ganze Kiste istmit Asche und Erde gefüllt, deren schwere Last entsprechend starkePfähle erheischt. In unserem Falle besitzen sie eine Stärke von zirka50 cm. Auch diese Form von Feuerherdgestellen haben wir bereitsim prähistorischen Pfahlbau festgestellt.
1) Im Jahre 1904 wurde ich auf ein ähnliches Gestell für Feuerherde im prä-historischen Pfahlbau von Dolina aufmerksam gemacht.