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» Auff Mendeldach pringet der Schult zum Osthoffe alhei im Kerspell36 mendelkocke( über Mandelkuchen s. u.) und der angedeutete Kockepringet, kriegt auch essen und drincken. Von ernennten 36 Kockekreiget jder junfer 1, Scholle junffern 1, bades maget 1, junfer Had-dewich 1, die überigen bleiben bei der Abtei«( Frankenhorst anno1570); sowie:» Auf Mendeldach den jungfern Glossar ::: zum Glossareintrag jungfern auff chor ein mendel-broed haltend vif( 5) Proevenbrot«( Pröven, Präve, Präbendbrot, auchJungfernbrot Glossar ::: zum Glossareintrag Jungfernbrot, ein sogenanntes Deputat an die Klosterjungfrauen Glossar ::: zum Glossareintrag Klosterjungfrauen; imBergischen heißen sie noch» Mengelsbrötchen« und werden amGründonnerstag gesegnet Z. d. Ver. f. rhein. V. K. 1904, S. 214).Dieses Mändelbrot dürfte identisch sein mit dem Mandelbrot oderMandatenbrot( 1416), welches nach Alemannia, I, 156: Diefenbach,Gloss, I, 377; Staub, Das Brot, 110; Kriegk, Deutsches Bürgertum, I, 544,169) auch in der Schweiz und in Frankfurt am Gründonnerstag üblichwar und mit dem» Mandatum do vobis«( Evang. Johann, 13, 34) beider christlichen Fußwaschung am Gründonnerstag etymologischenZusammenhang haben dürfte. Jedenfalls ist es ein längs des Rheinsübliches Gebäck, das an die Armen, welche Mangel hatten, verteiltund an die Klosterfrauen als Jungfern Glossar ::: zum Glossareintrag Jungfern deputat( Praebende) gegebenwurde. Auch in England hat es sich aus dem katholischen Mittelalterbis auf unsere Tage erhalten. Nach der Vossischen Zeitung, Nr. 152,2. IV. 1902, und nach Hazlitt, Faiths and Folklore, Dictionary, II, 395,fand dort vor Jahrhunderten die in katholischen Ländern nachbiblischem Vorbilde noch übliche Fußwaschung der Apostel durchden König statt; auch die Königin Elisabeth tat dies in ihrem39. Lebensjahre an 39 alten Leuten in Greenwich und trocknete>> mit wohlriechenden Kräutern« deren Füße ab. Dieser Tag heißt inder Volkssprache noch heute Maundy- Thursday, da während der Fuß-waschung der Chor die lateinische Hymne Mandatum anstimmte, wasin Maundy verdorben wurde. Hazlitt 1. c. II, 395, vermutet engl.maund großer Brotkorb; allerdings gab es solche Korbbrote, diedie alten Christen in lose geflochtenen Körben zur Agape brachten( Wilpert, Fractio panis. 9, 11) und die in ahd. Zeit Kanstella( ausmlat. canistrum= Brotkörbchen= panis clibanicus) hießen( Stein-mayer, ahd. Gl. III, 153, 213; Heyne, Deutsche Hausaltertümer, II, 268,277; Diefenbach, Gloss., 1, 127, 93, 106, 108, II, 70, 81); aber derUmstand, daß auch am Rhein Mändeltag und Mändelbrot aufden Gründonnerstag fallen, an dem das Mandatum gesungenwurde, lassen doch die Deutung Hazlitts unwahrscheinlichmachen; vielleicht haben die Maundy( Körbe) erst von letzteremMandatumbrote ihren Namen erhalten. Nach Scheible, VII, 878,fand eine solche Brotspende an Arme in Gestalt von Oblaten( mandatum) oder Mandaten auch in Wien statt. Schon mhd. istdiu mandate der Name eines Gebäckes; 14. Jahrhundert mandata;1629 mandat( Augsburg), mandaten( Schmeller, Bayer. Wörterbuch,
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