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Gebildbrote der Hochzeit
Entstehung
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ausgerauft wurde, wie das auch auf deutschen Hochzeiten der Fall ist. Hierher auchwahrscheinlich die στολέα τις ἄρτος, ὃν ὑπὸ τῶν συγγενειῶν μόνον καταναλίσκεθαιein nur von Verwandten verzehrter Kuchen( Athen, III, 114 E).

Die Griechen hatten ebenfalls verschiedene Hochzeitsbrote:

α) πλακοῦς γαμήλιος: γάμελα, γαμήλια(= Hochzeitsbrote).

b) Athenaeus( Casaubon. XIV, 645 D) führt folgendes Gebäck an: Kptov nλaxosἄρτος ὅν' Αργείοι παρὰ τῆς νύμφης πρὸς τὸν νυμφιόν φέρουσι, ὀπτᾶται δ' ἐν ἄνθραξικαὶ καλουῶνται ἐπ' αὐτὸν οἱ φίλοι, παρατίθεται μετὰ μέλιτος ὡς φησὶ Φιλήταςev Ataxtos. Kptov placentam carnes immixtas habuisse aut intus recepisse, instarearum quos vernaculus sermo pastas vel pastez vocat, suadet nomen( xpéac)"( Athen,Casaubon, XIV, 918). Creion Placentaceus panis, quem Argis a sponsa ad sponsumferunt. Coquitur in pruna. Ad illum edendum invitantur amici, apponitur cum melle utait Philetas in Dissolutis, et Petulantibus"( Athen., XIV, 615 D). Demnach brachte mandieses Gebäck( Xpetov) in Argos vom Hause der Braut zu dem des Bräutigams und ludman zum Genusse desselben( neben Honig) die Freundschaft ein; es wurde dasselbe aufKohlen gebacken und scheint eine Fleischpastete gewesen zu sein, die man, wie diesogenannte Morgengabe"( stets eine Eẞware), zum hochzeitlichen Hause brachte.

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c) Außerdem gab es in Thessalien ein ungesäuertes, hefeloses Brot, die Aapáta,die nach Nilsson( S. 465) ein Hochzeitsbrot waren( auch dapatot sel. aptot genannt), welchesin Thessalien zu den Opfereingeweiden, die im Fell eingewickelt waren, gelegt wurden,wie die krapfenartigen poç. Nicander Colophonius( 150 v. Ch.) erwähnt dieses Gebäck,, acopov pov xalet dápatov"( Athen., Casaub., III, 110 D; Casaub. animadv.,III, 219) als ein ohne Hefe hergestelltes Brot.

d)" Epoлta; Lobeck( Aglaoph., 1071) führt die Stelle aus Hesychius an: ,, Aexavides,ἐν αἷς ἔνθρυπτα ἔφερον τοῖς νεαγάμοις", in Schüsseln eingebrocktes Backwerk, welchesden Neuvermählten zugeschickt wurde( siehe unten: Brocken)." Evdponta à p τὰ ἐνθρυβόμενα βρώματα. ἔνιοι δὲ ταῖς τελεταῖς αὐτὰ προσοικενοῦσι( Lobeck, l. c.

1073).e) Koptßávas; nach Athenaeus( Casaub., XIV, 646 A) ein lakedaemonischesHochzeitsgebäck, welches beim Umgang der neuen Hausherren unter Liedern undTänzen des Dorfgesindes herumgetragen wurde., Lacedaemoneos illis uti, uxorisadventu in nuptiis epulantes et cum laudes sponsae virginis parato encomio cantaturisunt in chorea saltantes asseclae, eas circumferri.", Eas variis figuris delineari Sosibiusaffirmat." Diese verschiedengestaltigen Gebildbrote wurden bei den Lakedaemoniern unterPreisliedern und Tänzen beim Weibermahl Glossar ::: zum Glossareintrag  Weibermahl und beim Eintritte der Frau ins hergerichteteBrautgemach von den Brautjungfern Glossar ::: zum Glossareintrag  Brautjungfern herumgetragen. Πρὸς τὰς γυναικῶν ἐστιάσειςπεριφέρειν τὲ αὐτούς, ὅταν μέλλωσιν ἄδειν το παρεσκευασμένον ἐγκώμιον τοῦπαρθένου αἱ ἐν τῷ χορῷ ἀκόλουθοι." Diese, κυριβάνας ist wohl identisch mit derxoppain pata"( Schneider, 978, Epigrammata Homerica, XV, 6), einem Gerstenbrot;diese altgriechischen Kyribanas waren mit Blut gemengt, vertraten also wahrscheinlich einlebendes Opfer.

Ο Σησαμή, σησαμίς, σησαμίτης( ἄρτος, πλακοῦς), eine Leckerspeise, rund-scheibige Flädchen mit Honig und Sesamöl bestrichen, mit welchen die ankommendenHochzeitsgäste bewirtet wurden( Schneider, II, 668); solche fettreiche Kuchen( Mohn,Lein, Sesam etc.) waren eine Seelenspeise, deren Mitgenuß wie die ebenfalls mit Sesamversetzten Grenzkuchen( óp.oopitat) und runden Fladen( itptov) zum Segen gereichen sollte.

9) Τρίμμα πέμμα ἀρωματίζον ἐν γάμοις γενόμενον καὶ ἐν θεατρικοῖς ἀγῶσι,ein aromatisches Backwerk, das zum Anbiß oder Morgenimbiß( siehe unten) diente und einfeinzerriebenes Einbrock in Milch oder Wein war( siehe unten: Ribeskuchen).

h) Mehinnata(= Honiggebäck, Honigkrapfen). Bei den Griechen ging ein naisauptdale, das heißt ein Knabe, dessen beide Eltern noch lebten, beim HochzeitsmahlZeitschrift für österr. Volkskunde. XVII. Suppl.- H. VII.

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