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Präsentation "Museum im Umbau" : Schauplatz 1 bis 6 ; Begleitheft
Entstehung
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EINLEITUNG

" MUSEUM IM UMBAU"

Vor 75 Jahren

Das Österreichische Museum für Volkskunde wurde in der Spätzeit derösterreichisch- ungarischen Monarchie 1895 als" Mittelpunkt der österreichi-schen Ethnographie" gegründet. Es sollten darin alle Dokumente des volks-tümlichen Lebens der österreichischen Nationalitäten für ein künftigesösterreichisches Völkermuseum aufgesammelt werden. Nach einer 22jähri-gen Aufbauzeit ohne eigenes Museumsgebäude konnte 1917 in einem Pres-sebericht am 23.Jänner 1917 gemeldet werden:

" Wien bekommt ein neues Museum"

TA

Wien bekommt ein neues Museum, mitten im Krieg. Weil wir Barbaren Glossar ::: zum Glossareintrag  Barbarensind, deshalb geht, während an den Fronten die Kanonen donnern, diefriedliche Arbeit im Hinterland so ruhig und stetig weiter, daß daran ge-schritten werden kann, einer unserer Sammlungen, die in ihrer Art eine derreichhaltigsten und beziehungsreichsten von Europa ist, den Rahmen zuschenken, der ihr gebührt, und die Ausstellung zuteil werden zu lassen, dieihr erst die volle Geltung bringen kann.

Denn das Museum für österreichische Volkskunde- um dieses handelt essich hier-, das bisher als wahres Aschenbrödel im Dunkel eines einzigenSaales im Börsengebäude sein Leben fristete, stellte in dieser seiner bisheri-gen Gestalt allen musealen Arbeitsmühen zum Trotz weit eher ein Magazinals irgend etwas anderes.

Es wird immerhin noch geraume Zeit verstreichen, bis der Direktor an diemühevolle Aufgabe der Ausbreitung seiner heißgeliebten Kostbarkeitenschreiten kann. Das letzte Adjektivum ist nicht bloß so geradehin gewählt.Michael Haberlandt ist ja nicht einfach der Verwahrer übernommenen Mu-seumsgutes, er ist und war sein aufopferndster Sammler von Anbeginn an,ist der Gründer dieses Museums, das für die Monarchie durch den Kriegmit seinen zerstörenden Kräften nur noch an Bedeutung gewonnen hat. Eswird für alle Zeit ein farbenreiches Spiegelbild alter vaterländischer Kulturund Volkssitte sein.( Neue Freie Presse vom 23.Jänner 1917)