Druckschrift 
Führer durch die Krippenausstellung und das St. Pöltener Krippenspiel
Entstehung
Wien [ca. 1930]
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Zur Einführung.

In Arbeitsgemeinschaft mit der Österreichischen Heimatgesellschaft" ver=anstaltet das Museum für Volkskunde in der Advent- und Weihnachtszeiteine das altertümliche und volksmäßige Brauchtum Glossar ::: zum Glossareintrag  Brauchtum dieses im Volksgemüt ge=heiligten Jahresabschnittes veranschaulichende Sonderausstellung aus den reicheneinschlägigen Beständen seiner Sammlungen.

Die volkstümliche österreichische Krippe jeder Art aus älteren Zeitläuftenbis in die Gegenwart steht in ihrem Mittelpunkt. Die mannigfachen Fest=begehungen der Weihnachtszeit, die sich aus den rührenden und weihevollenSzenen des Jefugeburtberichtes des Evangeliums entwickelt haben, das Kindel-wiegen, die Hirtenspiele, die Aufzüge der Heiligen Drei Könige und die Drei-königsspiele find in knapper Zusammenfassung gleichfalls zur Darstellung gebracht.Mit der Vorführung volkstümlicher Weihnachtsspiele, insbesonders des St. PöltenerSpieles wird die Ausstellung ganz im Sinne der volkstümlichen Weihnachtsfeiervor ihren Besuchern zu wiederholten Malen belebt werden. Die ÖsterreichischeHeimatgesellschaft und das Museum für Volkskunde hoffen damit der WienerBevölkerung und insbesonders auch der Jugend im Sinne des Heimatgedankenswillkommene Anregung und Erbauung zu bieten.

Raum I.

1. Weihnachtskrippe nach dem in der geistlichen Schazkammer befind=lichen Original, 19. Jahrh. Kopie des Bildhauers Hans Kerschbaumer.2. Holzrelief farbig gefaßt. Anbetung der Weisen im Stall und Verkündi=gung an die Hirten auf der Weide. Man beachte die Weihnachtsstroh=garben neben dem Kripperl und links vom Stall die Pfauen. 16. Jahrh.Friesach, Kärnten.

3. Gipsrelief farbig gemalt. Von dem im Alter erblindeten BildschnitzerF. Nießl aus Fügen im Zillertal, um 1813 angefertigt.

4-5. Alpenländische und böhmische Hinterglasbilder. Anbetung desKindes durch Josef und Maria.

6. Flucht nach Ägypten.

7. Kl. Drei Könige.

8-9. Krippenbilder aus Stoff und Papier. Landschaftsgrund mit Dörfernund Palästen in perspektivischer Aufmachung nach italienischer Art. An=betung der Hirten und der Hl. Drei Könige. Niederösterreich um 1840.10. Weihnachtskrippe aus Klosterneuburg um 1860-1870. Die Land-schaft des Krippenberges mit Berghäusern, Einsiedelei, Schäflein undHirten, die geländergeschützten Pfade mit Schaff und Butler tragendenBäuerinnen belebt. Bemalte Tonfiguren. Die Aufmachung für Nieder-österreich typisch.( Widmung von Prof. Dr. Friedl, St. Pölten.)

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