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RAUM VI.
Getäfelte Wohnstube aus dem Oberinntal.Im holzreichen Gebirgslande Tirol war die Ver-täfelung der Wohnstube in den besseren Bauern-häusern fast die Regel. Handwerksmäßige Her-stellung, auch in Störarbeit, gewährleistete solideund in vielen Fällen auch volkskünstlerisch gehobeneAusführung. Das Oberinntal ist durch einen be-sonderen, leichtkenntlichen Stil des Holzmöbelseingebauter Schränke, Truhen, Waschkästchen mitderben Kerbschnittrosetten- charakterisiert. UnsereStube, aus dem Jahre 1700 stammend( siehe dieInschrift auf dem Supraport über der Eingangstür),besitzt einen für die Unterbringung der Bettstättebestimmten Einbau mit zierlicher Gitterbekrönung,Bemerkenswert das Türportal, der eingebaute Wand-schrank, das Waschkästchen sowie die beiden Truhenmit typischer Ornamentik; über dem Tisch imHerrgottswinkel eine Heiligen Geist- Taube.
RAUM VII.
Tiroler Mobiliar.
In diesem Raume sind eine Anzahl hochalter-tümlicher Möbelstücke zumeist aus Südtirol zu-sammengestellt; man beachte die beiden primitiven Glossar ::: zum Glossareintrag primitivenGiebelkästen des 15. Jahrhundertes aus dem Puster-tal sowie den mit gotischem Gitterwerk ab-geschlossenen Küchenwandschrank( für Milch undButter) aus der Brunecker Gegend; weiters eineMehl- und Getreidetruhe in Satteldachform( 16. Jahr-hundert sowie zwei mit gotischer Ornamentik inRitztechnik verzierte Oetztaler Truhen des 16. Jahr-hundertes.
RAUM VIII.
Italienisches Mobiliar und Hausrat,Küstenland und Istrien.
In diesem Raum sind Gegenstände zur Illustrationder italienischen Hauskultur des istrischen Küsten-gebietes zusammengestellt. Man beachte das Modelleiner Schifferhütte( Capana) aus den Lagunen beiAquileja nebst mehreren Einrichtungsstücken aussolchen Hütten; die Schiffswimpelzierate von Cherso;die Votivschiffe, aufgeopfert für Errettung ausschwerer Seenot; verschiedene Netze, Reusen undanderes Fischfanggerät der Lagunenfischer. Fernerbemerkenswert die eisernen Kesselgestelle_ mitSchwingkesseln aus Kupfer, Wasserkessel am Trag-