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serne Wallfahrtsspenden, als Arme, Beine undHerzen.
Die Votivfiguren wurden in früheren Zeiten kunstlosaus Eisen geschmiedet. Man findet heute noch solche ver-einzelt in den Alpenländern( Steiermark); meist sind es Thier-gestalten( Rind, Schaf, Schwein), die in St. Leonhards-Capellen als Votivgaben aufbewahrt werden.( Siehe darüberProf. Meringer's Nachrichten in den„ Mittheilungen derAnthropologischen Gesellschaft in Wien"). Heute werdendergleichen Figuren fast ausschliesslich aus weissem oderrothem Wachs gemacht. Man kann sie in jeder Wallfahrts-capelle in Massen sehen. Die verschiedenartigsten Körpertheilewerden, auf diese Weise in Wachs nachgeahmt, zum Dankfür geheilte Krankheiten dem betreffenden Heiligen geweiht.Besonders zahlreich sind Votivgaben in Kirchen undCapellen, welche der heiligen Maria geweiht sind. Man siehtda nicht nur die Wachsfiguren, sondern mitunter sehr hübschausgeführte Gemälde in Wachs, die insofern auch einenvolkskundlichen Werth besitzen, als sie ganz vorzüglicheTrachtenbilder sind.
In 21: Zaubermesser mit gravirter Eisen-klinge und Messingheft, Steiermark; Wetter-messer, wird gegen Wirbel und Gewitter inden Wind geworfen, mit gravirtem Spruche:, Ein solches Herz kein Leid vergisst,Das von der Lieb' gewichen ist."
1856, Steiermark; Trudenmesser und Truden-gabel in Futteral; Messerklinge mit Zauber-spruch, magischen Zeichen und Kreuzen. Wirdden Kindern( bis zu neun Monaten) als Schutz-mittel gegen Truden in die Wiege unter dasKopfende gelegt. Reitdorf, Salzburg. Endlichbemalte Todtenschädel aus den Beinhäusern vonSalzburg und Oberösterreich.
Als ein abgeschwächter Ueberrest der primitiven Glossar ::: zum Glossareintrag primitiven Schädel-verehrung erscheint die in einigen Alpenländern verbreiteteund bis auf den heutigen Tag erhaltene Sitte der Bemalungdes Schädels verstorbener Angehöriger zur Aufbewahrungim Beinhause. Wegen des geringen Fassungsraumes dermeisten ländlichen Friedhöfe müssen etwa alle 8-10 JahreUmgrabungen derselben erfolgen, wobei die bevorstehende