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Gruß vom Krampus : die Krampuskartenkollektion Ernst Brodträger ; [Sonderausstellung 6. Dezember 2000 bis 28. Jänner 2001]
Entstehung
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Zum Aufstellen der Anlage mußte das Wohnzimmer geräumt wer-den. Dadurch war es mir nur selten möglich, wirklich zu spielen. DieAnlage muẞte zerlegt in zwei Räumen aufbewahrt werden. Aufbauund Abbau war jedesmal eine ungeheuerliche Prozedur, die dasgesamte Familienleben durcheinander brachte.

G.F.: Meine Begegnung mit dir reicht gute zwanzig Jahre zurück undgeht mit dem Staunen einher, die deine schöne Sammlung bei mirauszulösen vermochte. Welche Gegenstände hast du insgesamt erwor-ben?

E.B.: Im Alter von 14 Jahren begann meine tatsächliche Sammler-tätigkeit. Mein geliebtes Spielzeug- die Zoo- und die Indianerfigu-ren Glossar ::: zum Glossareintrag ren- wurden damals von mir zugunsten einer Kurier- Weihnachts-aktion für arme Bergbauernkinder dem Kurier- Corner auf der Kärnt-nerstraße voller Wehmut aber auch mit Stolz überbracht.Statt dessen erwarb ich ein kleines Autogrammbuch in einemPapiergeschäft, nachdem ich zufällig Zeuge von Filmdreharbeitenvor und in der Karlskirche wurde. Die Einweihung durfte kein gerin-gerer als Jack Lemmon vornehmen, gefolgt von Toni Curtis, Natha-lie Wood und einem jungen Mann mit Glasauge, später bekannt alsColumbo. Autogramme waren ab sofort mein vordringliches Jagd-motiv. Höhepunkte dieser Phase waren Begegnungen mit OrsonWells, als er mir seine soeben gerauchte Zigarre schenkte, eineStraßenbahnfahrt mit Groucho Marx, Zusammentreffen mit dengrößten Bluesmusikern von Big Joe Turner bis B.B.King und meinemIdol Jimi Hendrix. Duke Ellington, Benny Goodmann sowie FrankZappa habe ich auf der Bühne sowie in ihren Garderoben gesehenund kennengelernt. Einige von ihnen habe ich mit meiner erstenKamera photographiert, wie auch Bill Haley oder Andy Warhol.Jochen Rindt führte mich durch seine noch nicht eröffnete RacingShow im Messepalast, wo man seinen Les Mans Sieger- Ferrarigerade positionierte. Fangio, Stuck, Sterling Moss und einige mehrverewigten sich auf einem Poster für mich. Man kann sich vorstel-len, daß ich als Jugendlicher sehr stolz auf all diese Errungen-schaften war.

Meine Lehrlingsentschädigung gab ich für Schallplatten aus. Diewilden Jahre waren mit unzähligen Konzertbesuchen und dem Hin-einschnuppern in die Wiener Künstlerszene bei mir ausgebrochen.Meine Urlaube verbrachte ich per Autostop in ganz Europa. Es war

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