Im 17. Jahrhundert tauchten die Nuẞknacker im Gebietvon Sachsen auf.
Sie wurden zusammen mit dem Spielzeug als Geschenkefür Kinder und Erwachsene zum Weihnachtsfest hergestellt.
Im 19. Jahrhundert wurden die Nuẞknacker zu einem sehrbeliebten Attribut des Weihnachtstisches, das nicht mehr we-gzudenken war.
Im 20. Jahrhundert begann die Produktion der Nuẞknac-ker in größerem Umfang. Viele Handwerksbetriebe und Pro-duktionsfirmen, die Besteck herstellten, entnahmen ihre Mu-ster den silbernen Bestecken und so wurde eine neue Form derNuẞknacker verbreitet. Sie wurden im Einklang mit der herr-schenden Mode und den Stiltendenzen hergestellt. Es entstan-den silberne und versilberte Geräte, die an das Besteck ange-paẞt waren. Manche waren signiert: Norblin- Polska, Warsza-wa; J. C. Klinkosh- Österreich, Wien; J. A. Henckels- Solin-gen, Deutschland; J. S. Kopenhagen- Dänemark.
Gegen Ende des 19./Anfang des 20. Jahrhunderts war derNuẞknacker in den bürgerlichen Familien schon ein ständigerGegenstand im Hause. Es gab kein Weihnachten ohne Nüsse inKristallschüsseln und darauf lag ein versilberter Nußknacker,mit dem man sie öffnen konnte. Es gab auch Geräte, die amTisch befestigt wurden, aber diese benutzte man nur in derKüche.
Die Nuẞknacker sind technisch in Schlag-, Hebel- undSchraubennuẞknacker zu unterscheiden. Die zuerst primitiven Glossar ::: zum Glossareintrag primitiven.schweren, geschmiedeten Formen werden mit der Zeit immereleganter, leichter und weicher( 19. Jh.), unterschiedlicher, aus-geführt aus Edelmetallen wie Silber, manchmal vergoldet, esgibt auch keramische in eigenartiger Gestalt. Sie waren ge-
schmückt mit Ranken, Girlanden, Rosetten, Geflechten, Git-tern, Masken, stilisierten Blättern, Band-, Knorpel- und Zange-nornamenten, Inkrustationen, Gravierungen und Riffelungen.Unter den Schmuckelementen befanden sich auch Wappen aufden Griffen( Nałęcz- und Szeliga- Wappen); das deutsche Wap-pen wurde mit dem Kopf des Kaisers Wilhelms des Zweitenverbunden.
Der Nuẞknacker als sehr wichtiges Element während derWeihnachtszeit wurde auch zum Thema vieler literarischer We-rke und Musikstücke.
Er ist der Hauptheld der Märchen von E. T. A. Hoffmann,bekannt auf der ganzen Welt, und das Balett mit der Musik vonPeter Tschajkowski wird oft auf den größten Opern- und Ba-lettbühnen aufgeführt.
Die hier beschriebenen Weihnach tstraditionen in Polen,die stark in der Kultur des 19. und Anfang des 20. Jahrhun-derts verwurzelt sind, gingen in den Nachkriegsjahren teilwe-ise verloren, gegenwärtig nehmen sie erneut familiäre Formenan, mit ihrer unwiederbringlichen, gegenseitigen Nähe, Liebeund Wärme.