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Gesammelt um jeden Preis! : warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen
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Anna Mautner und das Volkskundemuseum nach 1945

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Anna Mautner nach 1945 ver-sucht hätte, die Sammlung Mautner in einem Rückstellungsverfahrenwieder zu erhalten. Warum das so ist, darüber lässt sich nur spekulie-ren. Möglicherweise hatte sie keine Ressourcen mehr dafür, schließ-lich war es schon mühevoll genug gewesen, ihre Firma sowie Grundund Boden zurückzuerhalten.

1948 eröffnete Anna Mautner mit ihrer Tochter Anna MariaWolsey ihre Firma Grundlseer Handdrucke neu. Sie produzierte- wieder mit Hauptstandort Wien- Stoffe für Dirndln und anderefolkloristische Kleidungsstücke, Trachtentücher, Tischwäsche, Bett-wäsche und Vorhänge. Für den Druck lieh sie sich immer wiederDruckmodeln vom Volkskundemuseum Wien aus. 1954 stellte sie denBetrieb ein. Die heute in Bad Aussee angesiedelte Textildruckerei,, Mautner Drucke ist eine Neugründung, die den markenrechtlichungeschützten Namen verwendet.

Das Volkskundemuseum Wien sammelte Erzeugnisse von AnnaMautner und würdigte die Forschungen ihres Gatten Konrad. Objekteder Sammlung Mautner wurden in vielen Ausstellungen gezeigtund in Publikationen veröffentlicht. Auf die Umstände der Übernahmeder Sammlung ins Volkskundemuseum und auf die Verfolgungund Vertreibung von Konrads Familie wies man dabei nicht hin. KP

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