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Gesammelt um jeden Preis! : warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen
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Familie Mautner und das Volkskundemuseum in Wien

Die Geschichte des Museums verläuft parallel zur Geschichte derFamilie Mautner. Immer wieder kreuzen sich die Wege, immer wiedersind sie in Geschick oder Unglück der anderen involviert.

Bereits Isidor und Jenny Mautner nahmen Funktionen im Museumsowie im Verein für Volkskunde wahr: Isidor als Funktionär und Jennyals Wohltäterin, die 1917 etwa den Umzug der Sammlungsobjektevom alten Standort in der Wiener Börse ins Gartenpalais Schönbornin der Laudongasse mit organisierte.

Ihre Kinder, vor allem Stephan und Konrad Mautner, sowieKonrads Ehefrau Anna waren nicht nur über Forschungsinteressen,sondern auch über zahlreiche vor 1938 eingebrachte Objekte mit demMuseum in Kontakt. Mitten im Ersten Weltkrieg waren die Kontakterund um die Wiedereröffnung des Museums besonders intensiv. DasSelbstverständnis des Museums als Spiegelbild des mannigfaltigenösterreichischen Völkerlebens", als Stütze des österreichischenStaatsgedankens" sowie als Vorbild und Anregung für die heimat-liche Kunst und Arbeit" traf sich mit den unternehmerischen undpatriotischen Zielen und Werten der Familie und der UnternehmenMautner.

Ähnlich war es mit den Zielen der angewandten Trachtenpflege.Diese wurde im Museum ab 1935- am Höhepunkt der austrofaschis-tischen( Volks) Kulturpolitik- in der Trachtenberatungsstelle, aberauch von Anna Mautner im Rahmen ihres Textildruck- Unternehmensund in ihrer Mission als Trachten- Expertin betrieben. MP

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