Die Inventarverzeichnisse
des Volkskundemuseum Wien
Ein Museum hat unter anderem die Aufgabe, Dinge zu bewahren.Diese werden in Depots gelagert, bis sie für eine Ausstellung imHaus, als Leihgabe, für wissenschaftliche Forschungen oder fürandere Recherchen gebraucht werden. Dann ist es wichtig, diegewünschten Objekte möglichst rasch aufzufinden. Wenn ein Objektins Museum kommt, wird es in ein Inventarbuch eingetragen undmit einer eindeutigen, fortlaufenden Nummer versehen. Überdieserfolgt heutzutage die digitale Erfassung.
Die Inventarbucheinträge sind wichtige Hilfen, um Herkunftszu-sammenhänge zu klären. Sie ermöglichen es, die Objekte vorigenEigentümer* innen zuzuordnen. Mit deren Namen kann dann inArchiven weiter zur Provenienz geforscht werden. Allerdings wurdenEigentümer* innen in etlichen Fällen nicht im Inventarbuch vermerkt,was die Recherchen erschwert oder unmöglich macht.
Im Volkskundemuseum lagern rund 550.000 Objekte inklusiveFotografien und Bibliotheksbestand. Die Neuzugänge, die nichtin die Fotosammlung oder Bibliothek gehören, werden heute imsogenannten Hauptinventar verzeichnet. Erst seit den 2000er Jahrenwird zur Verdeutlichung der Vorspann ÖMV(= ÖsterreichischesMuseum für Volkskunde) vor die Inventarnummer gesetzt. Nebendiesem Hauptnummernkreis, der derzeit fast 90.000 Nummernumfasst, gibt es verschiedene weitere Inventarverzeichnisse, dieandere Nummernkreise eröffnen.
In den weit über 100 Jahren des Bestehens des Museums wurdenimmer wieder neue Inventarverzeichnisse angelegt, eine Zeit langgeführt und wieder verworfen. Nicht immer wurde dabei mit der
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