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Gesammelt um jeden Preis! : warum Objekte durch den Nationalsozialismus ins Museum kamen und wie wir damit umgehen
Entstehung
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Die Ausstellung Gesammelt um jeden Preis! stellt die Erforschungdes Erwerbs und der Herkunft von Dingen im Museum vor und gehtderen Verbleibsgeschichten bis heute nach. Erstmals werden diekomplexen Abläufe der NS- Provenienzforschung und Restitutionin Österreich einer breiten Öffentlichkeit in einer Ausstellung gezeigt.Im Zentrum steht die umfangreiche Sammlung Mautner, die 2015vom Volkskundemuseum Wien an die rechtmäßigen Eigentümer* innenzurückgegeben wurde.

Dinge kommen auf unterschiedliche Weise in öffentliche undprivate Sammlungen, manche davon auf Unrechtswegen. Auch imVolkskundemuseum befinden sich Objekte, die dort nicht hingehören,weil sie ihren Eigentümer* innen abgepresst, geraubt oder aufgrundvon( rassistischen) Gesetzen abgenommen wurden. In dieser Aus-stellung wird der Weg der Objekte von ihrer Beschaffung unter demNS- Regime über ihre museale Nutzung bis hin zu ihrer Rückgabeverfolgt. Dabei rücken die Beziehungen in den Vordergrund, die überObjekte entstehen und die sich im Laufe der Zeit unterschiedlichgestalten und auswirken. Besonders deutlich wird dies anhand derSammlung Mautner, die nach der Restitution dem Volkskundemu-seum Wien großteils geschenkt wurde. Die Sammlung steht für dieengen Verflechtungen der Familie Mautner mit dem Museum seitdessen Gründung und mit seinen Akteur* innen.

Der Entwicklung von Sammlungen liegen maßgeblich Gesetze,Verwaltungsverordnungen und Vereinbarungen zugrunde, die dasErgebnis von politischen, ideologischen und sozialen Prozessensind. Sie haben auch den heutigen Umfang und die Schwerpunkteder Sammlungen im Volkskundemuseum Wien entscheidend beein-flusst. Gleichzeitig haben sie im NS- System über das Schicksal derEigentümer* innen bestimmt, zur Flucht gezwungen, Besitz, Existenzenund unzählige Leben geraubt. Nach der NS- Zeit haben unter inter-nationalem Druck erlassene Gesetze die Wiedergutmachung" unddie Rückgabe von unrechtmäßig erworbenen Gütern geregelt. Erst1998 sah sich die Republik Österreich veranlasst, mit dem Erlassdes Kunstrückgabegesetzes die Grundlage für künftige Restitutionenvon geraubten Objekten aus den Bundessammlungen zu schaffen.Unmittelbarer Anlass dafür war die Beschlagnahme zweier WerkeEgon Schieles in New York. Mit der Gründung der Kommission für

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