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Die Textilmustersammlung Emilie Flöge im Österreichischen Museum für Volkskunde : [Katalog zur Ausstellung "Die Textilmustersammlung Emilie Flöge" im Österreichischen Museum für Volkskunde, 25. Mai bis 2. Dezember 2012]
Entstehung
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in den älteren Sammlungen des Museums sind dies nicht. Museums-objekte umgibt jedoch ebenfalls eine Aura des Besonderen undErhaltenswerten. Für ein Museum wie das Volkskundemuseum, dasseit seiner Gründung dem Fach Europäische Ethnologie- vormalsVolkskunde verpflichtet ist, liegt der Wert der Textilmustersamm-lung Flöge in ihrer Bedeutung als Zeitdokument, als Beleg für dasInteresse an den Gebrauchsgegenständen der ländlichen Bevölke-rung, das sich allmählich im Laufe des 19. Jahrhunderts herausge-bildet hat und das schließlich zur Erfindung eines neuen Wortes undSachbereichs führte: Volkskunst.

Die Sammlung Flöge ergänzt demnach die älteren Sammlun-gen des Volkskundemuseums und trägt dazu bei, ihre Entstehungund Bewertung besser zu verstehen. Und sie ist ein Hinweis darauf,dass mit den damals entstandenen Sammlungen oft recht pragma-tisch umgegangen wurde. Erstmals kann in der Ausstellung DieTextilmustersammlung Emilie Flöge" gezeigt werden, dass Flögeihre Sammlung direkt für ihre Arbeit im Modesalon nützte. Beider genaueren Analyse der Objekte wurde klar, dass etliche Stückebearbeitet sind, dass sie also nicht als Kunstwerke unantastbar waren,sondern als Arbeitsmaterialien verwendet wurden.

Das Klimt- Jahr anlässlich des 150. Geburtstages des Malersbietet einen willkommenen Anlass, die TextilmustersammlungFlöge einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Meinherzlicher Dank ergeht an alle, die an dieser Ausstellung mitgewirkthaben, an die Kuratorin Kathrin Pallestrang, die Ausstellungsge-stalterin Lisi Breuss, die Grafikerin Lisa Ifsits, und an alle weiterenfesten und ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen des ÖsterreichischenMuseums für Volkskunde sowie an alle externen Kräfte, die mit vielEinsatz und Hingabe am Gelingen dieses Projekts gearbeitet haben.Bester Dank auch an alle übrigen, die durch ihren fachlichen Ratund ihre kollegiale Unterstützung zum Entstehen dieser Ausstellungbeigetragen haben.

Margot Schindler

Wien, im Mai 2012

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