des Erdgeschosses und im Westtrakt des oberen Stockwerkes umfaßt.In zehnjähriger Bemühung konnte dem Neuen Schloß Kittsee imwesentlichen jene Gestalt wiedergegeben werden, welche es vonseinen Besitzern um die Jahrhundertwende erhalten hatte. Vomschönen Barockbau, der unter Fürst Paul Anton Esterházy in derZeit von 1730 bis 1740 von einem Wiener Baumeister aus derälteren renaissancezeitlichen Schloßanlage in Hufeisenform mitEhrenhof, Freitreppe und Zwiebeltürmchen geschaffen worden war,stammt noch heute der vor und über die mittleren fünf Fenster-achsen des Hauptflügels gesetzte Risalit mit überhöhtem Man-sardendach. Letzte Veränderungen der Außen- und Innenarchi-tektur erfolgten im Sinne des Historismus um 1900 auf Veran-lassung des seinerzeitigen Besitzers aus der fürstlichen Fami-lie Batthyány- Strattmann. Insbesondere wurde damals der vonmuskulösen Atlantenfiguren getragene Vorbau der Altane aus derbenachbarten Stadt Preßburg vom Primatial- Sommerpalais Grassal-kovich( 1. Hälfte des 18. Jahrhunderts) parkseitig vor dieGiebelfront des stark ausgeprägten Mittelpavillons gesetzt.Zur gleichen Zeit erfolgte auch die Umwandlung der ehemaligenSchloßdurchfahrt zu einer Hauskapelle, wobei der Südfassade einbarockisierender Vorbau mit Balkon angefügt worden ist. Ein be-deutendes Bau- und Geschichtsdenkmal des kulturellen Patrimoni-ums des nördlichsten Burgenlandes im Jubeljahr 1981 konntevollends für die Heimat wiedergewonnen werden. Zugleich konntedas Schloß Kittsee seiner ihm zugedachten Funktion als Heim-stätte für das aus dem Österreichischen Museum für Volkskundesowie aus dem Museum für Völkerkunde und dem Museum für ange-wandte Kunst in Wien hervorgegangene Ethnographische MuseumSchloß Kittsee zur Gänze zugeführt werden. Vor die Frage ge-stellt, wie Schloß und Park nach ihrer großen Verwahrlosung
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