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Musikalien
Vitrine 1
Die Zauberflöte. Orphea- Taschenbuch.Druckschrift, 1826 Leipzig
Kupferstiche mit Textpassagen
Österreichisches Theatermuseum, Inv. Nr. 620.346-A. Th. 1826
Die Zauberflöte in Clavierauszug vonHerrn W. A. Mozart. Wien[ 1791-1793].Wienbibliothek im Rathaus, M 2607
Um die Erstausgabe des Klavierauszugs gab esgleichsam einen Wettlauf zwischen dem Musi-kalischen Magazin des Leopold Anton Koželuchund den Musikverlagen Artaria& Comp. sowieFranz Anton Hoffmeister. Alle drei Häuser gabendas Werk Musiknummer für Musiknummer einzelnheraus. Koželuch benötigte dafür den Zeitraumvon 26. November 1791 bis 28. September 1793und konnte damit als erster einen komplettenKlavierauszug vorlegen. Die beiden Konkurrenz-ausgaben wurden nicht abgeschlossen.
Die Zauberflöte eine grosse Oper
in zwey Aufzügen fürs Clavier oder Pianofor-te von W. A. Mozart. Berlin und Amsterdam[ 1792/93].
Wienbibliothek im Rathaus, M 31244
Der von J. J. Hummel verlegte Klavierauszugenthält Ouvertüre, Introduktion sowie 24 num-merierte Arien, Duette und Terzette. Auf dieMusiknummern für größere Besetzung wurdeverzichtet. Das Titelkupfer von C. G. Glaẞbachzeigt die Begegnung zwischen Papageno undTamino aus der Introduktion.
Wolfgang Amadeus Mozart: Die ZauberflöteKV 620. Faksimile der autographen Partitur.Herausgegeben von Karl- Heinz Köhler.Kassel u. a. 1979.
Wienbibliothek im Rathaus, MH 14483
Die Überlieferungsgeschichte der autographenPartitur der Zauberflöte ist lang und entbehrtnicht der Dramatik. Der musikalische NachlassMozarts wurde um 1800 von dessen WitweConstanze an den Verleger Anton André in Of-fenbach verkauft. Nach dessen Tod wurde erauf die fünf Söhne Andrés aufgeteilt, wobei dasZauberflöte- Autograph dem Erstgeborenen, Ju-lius, zufiel. Nachdem der Versuch des DresdnerBankiers Eduard Sputh, das Manuskript zu kau-fen und zwecks Ordenserwerb dem preußischenKönigshaus zu schenken, gescheitert war, wurdein Spuths Berufskollegen Ferdinand Jacques einErsatzstifter gefunden, sodass die Originalpartiturder Zauberflöte 1866 in die Königliche Bibliothekzu Berlin gelangte. 1941 wurde das Manuskriptaufgrund der Kriegswirren nach Polen ausgelagertund landete nach Kriegsende in der Bibliothek derJagiellonischen Universität Krakau. 1977 wurde esschließlich zusammen mit weiteren Spitzenhand-schriften in die Deutsche Staatsbibliothek( heuteStaatsbibliothek zu Berlin- Preußischer Kulturbe-sitz) zurückgeführt.
Die Zauberflöte. Randzeichnungen zuMozart's Handschrift von Max Slevogt.Volksausgabe, Berlin 1924.
Wienbibliothek im Rathaus, MH 6968
Der dem Impressionismus nahe stehende Malerund Graphiker Max Slevogt( 1868-1932) hatteeine besondere Vorliebe für Musik und Theater.Eines seiner berühmtesten Gemälde trägt denTitel Das Champagnerlied und stellt den SängerFrancisco d'Andrade im weißen Kostüm als DonGiovanni dar. Die autographe Partitur der Zauber-flöte inspirierte den Künstler zu einer Serie vonRadierungen, die verschiedene Passagen der Oper- unter Einbeziehung der Manuskript- Vorlageillustrieren. Die graphische Umsetzung der Auf-trittsarie Papagenos zeigt nicht nur den Vogelfän-ger mit seiner lebendigen Ware im Käfig, sondernauch einen weiteren Käfig mit gefangenen Men-schen, die von einem Wärter offenbar gefüttertwerden.