Vogelorgeln, Serinetten undmechanische Singvögel
Vogelorgeln und Serinetten sind mecha-nische Musikinstrumente, die dazu dienten,heimischen Singvögeln und Kanarienvögeln( franz. Serin) bestimmte Melodien beizu-ringen. Waren echte Vögel nicht erwünschtoder interessierte man sich eher für Pro-dukte der Automatenkunst, so erwarb manteils prächtig ausgestattete, von Uhrwerkenangetriebene künstliche Vögel, die sichbewegten und auch Gezwitscher hörenließen. Das Gestänge für die Bewegungwar meist in Baumnachbildungen ver-borgen, oft baute man einen Käfig außenherum oder verbarg die Vögel in Blech-dosen. Die Größe dieser Objekte schwanktzwischen kleinen Tabatièren( ,, Vogel-dosen") und mannshohen Bäumenwie z. B. die ,, Pfauenuhr" in derSt. Petersburger Eremitage.
Die Serinetten spielten meist bekannteVolkslieder oder gar Opernmelodien undwaren mit einer Handkurbel zu bedienen.Höhepunkt dieser, Mode' war wohl das 18.und frühe 19. Jahrhundert, obwohl schonwesentlich früher Singvogelautomatenbekannt sind. Alte Stücke erzielen im Anti-quitätenhandel höchste Preise, neue( meistOstasiatischer Provenienz) werden heutenoch in Spielzeugläden angeboten. P. D.
Automatischer Singvogel
Ein kleiner, mittels Federwerk angetriebenerBlasebalg versorgt ein kleines gedecktes Pfeif-chen, das den Gesang eines Vogels nachahmt.Der mechanische Vogel bewegt indessen seineFlügel und dreht sich.Entstehungszeit um 1850
Technisches Museum Wien, Inv. Nr. 11.445
Serinette( Vogelorgel)
Mit Hilfe dieser Instrumente, die über kleinePfeifen verfügen, wurde versucht, Singvögelnbestimmte Melodien beizubringen. Man verwen-dete sie aber auch zu Unterhaltungszwecken.Das Instrument besitzt 13 Pfeifen und kann 4verschiedene Melodien spielen.
Hersteller: Anton Erbs, Wien um 1850Technisches Museum Wien, Inv. Nr. 15.265
Serinette
Kasten aus Hartholz, im Innern Spielwerk:Walze mit Stiften und Blasebalg, am Bodenaußen 10 hölzerne Pfeifen. Laut aufgeklebtemZettel können 7 Melodien gespielt werden.Wien, um 1850
Museum für mechanische Musik& Volkskunst,Haslach/ OÖ., Inv. Nr. 563
Vogelhändlerorgel
Kasten mit aufklappbarem Deckel aus Fichten-holz, grün gestrichen, rot eingefasst, mit Blumenund Zweigen, am Deckel zwei Vögel( Kreuz-schnabel und Stieglitz), Initialen„ R+ I+ K“.Im Innern Spielwerk mit Blasebalg, Walze und18 hölzernen Pfeifen, spielt 6 Stücke für ver-schiedene Vögel.
Tirol, 19. Jahrhundert
Tiroler Volkskunstmuseum, Inv. Nr. 4.020
Kleiner Vogelkäfig mit Papagei
Bastelarbeit, Holz, Papagei aus buntem Filz,beim Öffnen der Tür schwingt der Papagei her-aus und gibt einen quietschenden Laut von sichOÖ., 19. Jahrhundert
Museum für mechanische Musik& Volkskunst,Haslach/ OÖ., Inv. Nr. 563
,, Singing bird"
Plastik, Vogel aus Federn, mit Batterie betrieben,zwitschert bei Berührung, bewegt Kopf, Rumpf
und Schwanz
Made in China, 2005 auf Kirtag in Muhr/ Salzburggekauft
ÖMV, Inv. Nr. 81.399
Vogelautomat
Erzeugnis der Mechanischen MusikwerkeManufaktur, Rüdesheim, Deutschland, 2006ÖMV, Inv. Nr. 83.311
Spielwerk einer Vogeldose
Erzeugnis der Mechanischen MusikwerkeManufaktur, Rüdesheim, Deutschland, 2006Leihgabe Mechanische Musikwerke Manufaktur,Rüdesheim
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