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Keramik <<[hoch]>> 3 : gebrannte Idylle ; Typen, Regionen, Museen ; [der Katalog erscheint anlässlich der Ausstellung "Keramik [hoch] 3 - gebrannte Idylle. Typen, Regionen, Museen" ; Ethnographisches Museum Schloss Kittsee, 09.05.2004 - 01.11.2004 ; Slovenské Národné Múzeum Martin - Etnografické Múzeum, 18.11.2004 - 28.03.2005 ; Savaria Múzeum Szombathely, 24.04.2005 - 04.09.2005] = Keramika [hoch] 3 : pálená, idyla ; typy, regióny, múzeá
Entstehung
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Im Haus von Ignác Bizmayer, ModraV dome Ignáca Bizmayera, ModraIgnác Bizmayer házában, Modra/ Modor

Das Unternehmen ,, Slowakische Keramik in Modra" wurdenach und nach gewissermaßen zum Erbe der ganzen west-slowakischen Produktion- und letzten Endes auch zum Sy-nonym der slowakischen volkstümlichen Fayence im Allge-meinen. Die neue Produktion war nicht nur in der Slowakei,sondern auch im Ausland sehr begehrt und populär. Dazutrugen sicher auch einige Preise auf internationalen Ausstel-lungen der Gebrauchskunst( z.B. 1924 Grand Prix in Paris,1925 Goldmedaille in Philadelphia) bei.

Wichtiger Bestandteil der Produktionsstätte war auch wei-terhin die spezialisierte Keramikschule. Im Laufe der Jah-re brachte sie viele geschickte Meister dieser charakte-ristischen Art der Volkskunst hervor. Das Sortiment derErzeugnisse der Werkstatt aus Modra war sehr reich- vonder Gebrauchskeramik über die dekorative gemalte Keramikbis zum figuralen Schaffen. In den 30er Jahren des 20. Jahr-hunderts tauchte auch Keramik auf, die nach den Entwür-fen von professionellen Künstlern- Bildhauern und Malern- in Zusammenarbeit mit der Leitung der Keramikwerkstattangefertigt worden war. Einen Teil dieser Produktion bildeninteressante keramische Figuren und Figurengruppen.Das figurale keramische Schaffen ist ein spezifisches slo-wakisches Phänomen, das einen einzigartigen Beitrag zumeuropäischen Kulturerbe darstellt. In thematischer Hinsichtorientiert es sich am ländlichen Alltag und zeigt Szenen ausLandwirtschaft, Weinbau und Festkultur. Einfluss nahmenauch die Produktion figuraler Keramik in Manufakturen undPorzellanfiguren mit Wallfahrtsmotiven, den größten hattejedoch die Keramikwerkstatt von Ferdiš Kostka aus Stupa-va, den man 1946 als ersten nicht professionellen Künstlermit dem staatlichen Titel ,, Nationalkünstler" würdigte. Die-ser Titel wurde ihm besonders in Hinblick auf sein figuralesSchaffen, das durch die unmittelbare Umwelt inspiriert wur-de, verliehen.

Die figurale Plastik fand auch in Modra ihren Platz. Der ausKošolná stammende Ignác Bizmayer trug mit seinen Arbei-ten, die er im Rahmen seiner freien künstlerischen Tätigkeitschuf, am meisten zur Berühmtheit dieser Sparte kerami-schen Schaffens bei. Sein Werk hat einerseits hohes künstle-risches Niveau, andererseits großen dokumentarischen Wert,da er überwiegend Erscheinungen der traditionellen Lebens-weise aus der gesamten Slowakei darstellt. Neben der klei-nen figuralen Plastik, dem Schaffen von Gebrauchskeramikund größeren thematischen Zyklen beteiligt sich der Künst-ler auch an der Gestaltung von öffentlichen Gebäuden. 1982wurde ihm für seinen Beitrag zur slowakischen gestaltendenKultur ebenfalls der Titel, Nationalkünstler verliehen. Seit

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