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Hirten und Herden : Schafhaltung in der Slowakei
Entstehung
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Organisationsformen der Sommerweide

Das Sommerweiden der Flachlandschafhaltung erforderte keine anspruchsvollere Arbeitsorganisation. Die Gemeindestellte einen Schäfer an, der sich aufgrund seines Arbeitsvertrages um das tägliche Austreiben der Schafe auf die Weide

vom Frühling bis zum Herbst kümmerte. Seine Pflichten unterschieden sich nicht von den Pflichten anderer Hirten.In den Gegenden der Karpatenalmwirtschaft entwickelten sich Organisationsformen der Sommerschafweide, die regionalbedeutend differenziert waren, da sie von örtlichen, natürlichen und gesellschaftlichen Faktoren abhingen. Unter diesenverschiedenen Formen unterscheidet man zwei grundlegende Organisationstypen der Almschafzucht: die individuelle unddie kollektive Almwirtschaft. Die individuelle Almwirtschaft war in Gegenden mit Streusiedlung verbreitet, wo jederLandwirt nur seine eigenen Grundstücke und keinen Anteil an gemeinsamen Weideplätzen hatte, die Eigentum desGemeindekollektivs waren. Bei dieser Art weidete jeder Eigentümer seine Schafe in einer eigenen Herde, manchmal auchgemeinsam mit anderem Vieh, auf einem Grundstück nahe bei seinem Haus. Auf größeren Wirtschaften nahm der Bauereinen Schäfer auf, der die Schafe weidete und sich allein um die Verarbeitung der Milch sorgte. In manchen Gemeinden wares üblich, daß der Besitzer einer größeren Anzahl von Schafen auch die Schafe anderer Bauern dazunahm, welche sichdadurch den Feldarbeiten widmen konnten. In diesem Falle gab der Schäfer jedem Besitzer der Schafe 6-12 kg Käse für

jedes melkbare Schaf. Den Rest behielt er für sich als Arbeitslohn. Eine Übergangsform von der individuellen zurkollektiven Organisation war das wechselseitige Weiden gemeinsamer Schafherden unter Mitarbeit aller Besitzer.

Abb. 11, stádo v košiari, Schafherde im Pferch/ Hel'pa, Banská Bystrica/ F. Hideg, 1960Abb. 12, salaš, Schafalm/ Donovaly, Banská Bystrica/ J. Podolák, 1962

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