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Sonderausstellung Häuser im Lungau, Rudolf Haybach, Malerei und Graphik : Österr. Museum für Volkskunde, Hauptgebäude Wien, Gartenpalais Schönborn ; Katalog
Entstehung
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mit Brettern. Die balkonartigen Öffnungen und die ausge-schnittenen Zierbretter verleihen den Häusern ein charakteri-stisches Aussehen.

Das Innere der Häuser wird durch die gewölbte Rauchküche unddurch die große Stube mit dem beschnitzten Trambalken ge-prägt. Rudolf Haybach liefert uns davon allerdings keine An-sicht. Das Österreichische Museum für Volkskunde konntein der bereits erwähnten Ausstellung über" Menschen undHäuser im Lungau" aber ein Bild von Leopold Schmid vorweisen,das die Rauchküche der Familie Pfeifenberger oberhalb vonMuhr zeigt. Diesmal sollen Fotos davon einen Eindruck ver-mitteln.

Das hintere Murtal trägt noch deutlich die Spuren des einsti-gen Bergbaues nach Gold, Silber und Arsenik. Die kleinenKeuschen, wie sie uns etwa in der von Rudolf Haybach ge-zeichneten" Jaga- Keusche" entgegentritt( vgl. Kat. Nr. 52-56)- einst Behausung der Knappen-, prägen in Hintermuhr nochdie Siedlung.

Besonders charakteristisch für den Lungau sind jedoch diegemauerten Getreidespeicher(" Troadkasten"), die in dieserDichte nur im Lungau auftreten. Die ältesten gemauertenGetreidespeicher stammen aus dem 17. Jahrhundert, die meistenaus dem 18. Jahrhundert. Diese mehrstöckigen, über einemannähernd quadratischen Grundriß errichteten Gebäude sindzumeist verputzt und an den Ecken bemalt oder mit Sgraffitosverziert. Unter den Ornamenten tritt der" laufende Hund"besonders häufig auf. Daneben gibt es aber auch hölzerne" Kästen", die in Blockbauweise aufgezimmert und z.T. sogarälter als die gemauerten Speicher sind. Typisch für denLungau sind auch noch die vielen Holzzäune, mit denen dieBlockfluren und Wege gesäumt werden.

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