natura mit einer Bleistift- oder Farbkreidezeichnung festge-halten hat; heute, im 96. Lebensjahr stehend und das vierhun-dertste Ölbild vollendend, bedient er sich zumeist als Vor-lage der Fotografie, die er ohne viel Zeitaufwand währendseiner Reisen anfertigt. Seine Gemälde, mit denen er dennochkeine reellen Abbilder geben möchte, beinhalten vor allemLandschaftsstudien und Architekturdetails und reichen the-matisch von südlichen Szenen der jugoslawischen Insel DugiOtok mit dem Zentrum Veli Rat über Wiener Veduten- vorallem aus Währing, seiner unmittelbaren Nachbarschaft, wosich in seinem Atelier in der Scheibenbergstraße jahrzehnte-lang eine gesellige Künstlerrunde einzufinden pflegte-bis zu den Häuserschluchten von New York. Zahlreich unddurch die Beschäftigung mit Erscheinungen der Volkskulturbesonders interessant sind seine Arbeiten von Neulengbachim Wienerwald, Emmersdorf an der Donau, Opponitz in denEisenwurzen, Schwanberg in der Südoststeiermark, Sommereinan der niederösterreichisch- burgenländischen Grenze und
in den letzten Jahren besonders aus dem Lungau, wo er vonGöriach bis Zederhaus jede der fünfzehn Gemeinden festgehal-ten hat.
" Was meine Arbeit als Maler betrifft, so habe ich michmein ganzes Leben lang bemüht, dem Geheimnis der Kunst näherzu kommen. Freunde wie A.P. Gütersloh und Hans Böhler habenmir den Weg dazu erleichtert", sagt Rudolf Haybach selbstüber seinen Werdegang. Immer wieder also der Hinweis auf dieFreundschaft als Agens und Movens seiner künstlerischenProduktion sowie seiner lebenslangen und vor allem im Alterso erstaunlich kraftvollen, ja durch keinerlei Resignationgekennzeichneten Tätigkeit.
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