Geburt als Zeichen göttlicher MachtSchöpfungsmythen und FruchtbarkeitBirth as a Sign of Divine PowerCreation Myths and Fertility
Und Gott sprach: Lasst uns Menschen
machen, ein Bild, das uns gleich sei,
die da herrschen über die Fische im
Meer und über die Vögel unter dem
Himmel und über das Vieh und über
die ganze Erde und über alles Gewürm,
das auf Erden kriecht.
Und Gott schuf den Menschen ihm zum
Bilde, zum Bilde Gottes schuf
er ihn; und schuf sie einen Mann
1. Buch Mose1, 26. 27.
Viele Schöpfungsmythen stellen das Männliche als Ursprung aller Menschen inden Vordergrund. Die erste Gleichwertigkeit von Adam und Eva aus der Genesis( 1. Buch Mose 1, 26. 27.) wird durch die Geburt Evas aus Adams Rippe aufgehoben( 1. Buch Mose 2, 21. 22.). Sie sollte die Macht des Mannes über die Frau rechtferti-gen. In einigen außereuropäischen Kulturen haben sich Geschichten eines weibli-chen Ursprungs der Menschen lange gehalten.
Interventionen zur Regulierung bzw. Förderung der Fruchtbarkeit wie Amulette,Fetische und Votivgaben finden sich in allen Gesellschaften und Kulturen. Die älte-sten Funde von Fruchtbarkeitsgöttinnen stammen aus der Altsteinzeit. Das Sicht-bare, das Bild, das Symbol sollte das Unsichtbare, das Potential materialisierenund aktivieren.
Many creation myths place the masculine principle, as the origin of all humanbeings, in the foreground. The initial equality between man and woman as itappears in the Bible( Gen. 1: 26, 27) is revoked by the birth of Eve from Adam'srib( Gen. 2: 21, 22). This story is supposed to justify the power of man overwoman. In some non- European cultures, stories of a female origin of humanshave long persisted.
Intercessions to regulate or promote fertility by the use of amulets, fetishes orvotive offerings, are found in all societies and cultures. The oldest records offertility goddesses date back to the Paleolithic era. The visible, the image, thesymbol is intended to materialize the invisible and activate its potential.
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