Beatrix Falch, Barbara Frei Haller, Liselotte KuntnerMedicinal Plants in Obstetrics and Midwifery
Traditional knowledge of pregnancy and confinement has dwindled in the lastdecades owing to an increase in technological capabilities and medical interven-tion methods both before and during birth. If the resistance to such knowledgefrom the past would lessen it might significantly change obstetrics as well as mid-wifery. Knowledge of past practices in the use of plants, as well as of traditionalbirthing positions, can open new possibilities for women to more freely choose inwhich manner they deliver their children. However, gynaecologists, midwives,pregnant women, and young mothers in modern societies no longer know aboutthe plants themselves, how to prepare and apply them, or in which quantities.Recent ethno- medical studies in traditional societies have reanimated the discus-sion, and in this section of the exhibition we focus on aspects of plant use in mid-wifery and home remedies and their past use in birthing practices. Twenty fresh-ly growing European medicinal plants will be exhibited in the garden of the muse-um, while dry plant material, including examples of medicinal plants from Mexi-co, Sri Lanka, and Africa, can be examined more closely in the exhibition area. Wehope that with this display a more open discussion will be set in motion.
Das Wissen über den natürlichen Ablauf von Schwangerschaft, Geburt undWochenbett ist in den letzten Jahrzehnten aufgrund der technischen und medi-zinischen Möglichkeiten immer stärker verloren gegangen. Neuere ethnomedi-zinische Studien über traditionelle Gesellschaften haben die Diskussion darüberjedoch wieder aufleben lassen. Traditionelles Wissen könnte die Zukunft der mod-ernen Geburtshilfe beeinflussen, wenn Hemmschwellen abgebaut werden könn-ten. Besonders die alternative Behandlung mit Pflanzen und die Untersuchungtraditioneller Geburtspositionen könnte Frauen neue Möglichkeiten eröffnen, einefreiere Wahl für eine individuelle und humane Geburt zu treffen.Frauenärztinnen, Hebammen, Schwangere und junge Mütter in den modernenindustrialisierten Gesellschaften haben das Wissen über Pflanzen, deren Dosier-ung, Zubereitung und Anwendung verloren. In der Ausstellung wollen wir deshalbeinige Aspekte der wirksamen und interessanten Möglichkeiten, Heilpflanzen inder Geburtshilfe und im häuslichen Gebrauch anzuwenden, aufzeigen und eineoffenere Diskussion darüber anregen.
Der Schwerpunkt liegt auf den einheimischen Heilpflanzen, aber es werden auchBeispiele aus Mexiko, Sri Lanka und Afrika vorgestellt. 20 frische Heilpflanzenwerden im Museumsgarten gezeigt, während getrocknete Pflanzen zusammenmit Objekten und historischen Hintergrundinformationen zur traditionellenGeburt und zum Wochenbett in der Ausstellung präsentiert werden.
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