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Sonderausstellung Albanische Volkskultur : aus dem Institut für Volkskultur der Akademie der Wissenschaften der SVR Albanien ; Katalog
Entstehung
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Struktur und Schnitt als in den angewandten Motiven und Verzierungen. DieFrauenkleidung aus Myzeqe, Zadrima, Çermenika, Fushë- Kruja und Mirditazeichnet sich darin am meisten aus. Die reichverzierte und der städtischenähnliche Kleidung der Dörfer von Lunxhi bei Gjirokastra bzw. Dardh bei Korçasticht ebenfalls hervor. Einen besonderen, alten und sehr interessanten Typstellt auch die Glockenrockkleidung dar, die in den nordalbanischen Alpen,wie im Hochgebirge, im Gjakova- Gebirge und anderswo getragen wird.

Textiltücher und Stickereien sind von den albanischen Frauen als Teile undVerzierung der Volkstrachten, aber auch verschiedener Gegenstände imHaus( Matratzen, Kissen, Teppiche, Plüschteppiche) benutzt worden. Das istein Tätigkeitsbereich, in dem nicht nur die ausführenden, sondern auch dieschöpferischen künstlerischen Fähigkeiten der Volksmeister höchstwahr-scheinlich mehr als in jedem anderen Bereich hervorragten.

Die Stickereien der bäuerlichen Frauen wurden im allgemeinen auf weißemBaumwolltuch oder einem am Webstuhl vorbereiteten Leinentuch ausgeführt.Zum Besticken wurden verschiedenfarbige Baumwoll- oder Seidenfäden be-nutzt. Die schönsten Stickereien sind in den Gegenden Mittelalbaniens zu fin-den, etwa in Shpat, Dumreja( Elbasan), Kruja usw. Auch die Stickarbeiten derBerufsmeister in den ältesten Städten des Landes zeichnen sich aus. Ein Mo-dell dieser Tradition ist auch die Arbeit des Stickers Gjergj Araniti, das großeEpitaph von Glavinica( Bezirk Berat), das die Jahreszahl 1373 trägt. Durchseine ziemlich großen Ausmaße und seine äußerst geschickte und feine Ar-beit, die Geduld und außergewöhnliche Wendigkeit verlangt, ist dieses Epi-taph ein Zeugnis der hohen Entwicklung der Angewandten Kunst Albaniens indieser Periode.

Im 18. und 19. Jahrhundert fallen wegen ihrer meisterhaften Arbeiten dieStickmeister von Shkodra, Prizren, Tirana, Elbasan und Berat ins Auge. Miteiner außergewöhnlichen Geschicklichkeit und feinem künstlerischen Ge-schmack verzierten diese Stickmeister nicht nur die Männerkleidung( Strick-,Stoff- und Filzwesten, Beinkleider, breite Gürtel) und die Frauenkleidung( Ge-wand, Weste, Stoffmantel, Gürtel, lange Röcke), sondern auch viele verschie-dene Heimtextilien( z.B. Sofadecken). Auf schwarzem oder rotem Tuchstoffoder dunkelrotem, violettem und grünem Samt haben sie mit Seiden- undGoldfäden und Borten eine sehr reiche Auswahl an Blumen- und Tiermotivenausgeführt, die harmonisch komponiert sind.

Die Tradition der Silberbearbeitung, die noch aus dem Altertum stammt, be-fand sich vom 17. bis ins 19. Jahrhundert in voller Blüte. Zahlreiche mit Datumversehene Inschriften auf Silbergegenständen dieser Jahrhunderte zeigen,daß die einheimischen Silberschmiede in einigen Städten wie Shkodra, Elba-

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