schen Volksmeister haben auch in anderen Balkanländern gearbeitet, wie inMazedonien, Bulgarien, Griechenland usw.
Hervorragende Holzarbeiten gibt es in den Interieurs der städtischen Wohn-häuser aus dem 18. und 19. Jahrhundert, insbesondere in Shkodra, Prizren,Gjakova, Prishtina, Elbasan, Berat, Gjirokastra. Hier handelt es sich um Kas-settendecken, Fensterläden, Wandschränke, Vogelbauer usw. Holzarbeitendieser Art mit künstlerischen Werten sind oftmals auch in Bauernhäusern zufinden, die erst im 20. Jahrhundert errichtet worden sind. Die Motive werdenhäufig miteinander verflochten und bilden ab und zu zwei bis drei Grundrisse.Die Meister dieser Arbeiten liefern damit Beweise einer großen Geschicklich-keit und viel Gefühls für Dekorationsplastik.
Auch die albanische Frau, die in Handarbeit Decken und Unterlagen herstell-te, die im Inneren der Wohnhäuser ein warmes Gefühl der Bequemlichkeitund Gastfreundschaft schufen, blieb dem Baumeister nicht hintan. Die Teppi-che von Korça, die Plüschteppiche von Has, die Teppiche und Plüschteppichevon Gjakova, die Wollumhänge der Berggegenden der Labëria zeichnen sichdurch ihre hervorragenden Farb- und Motivkombinationen aus.
Fast bis zur Befreiung des Landes( 1944) war die Textilarbeit ein Haushand-werk hauptsächlich für den Familienbedarf, in einigen dörflichen und städti-schen Gegenden jedoch arbeiteten viele Frauen in der Vergangenheit auchfür den Markt. Das Seidentuch wurde in breitem Maße gewebt und getragen.Die üblichsten Ziermotive waren die Streifen bzw. Stoßbänder, die das Tuchin der Länge und/ oder Breite durchdrangen. Sie hatten eine einzige Farbebzw. eine andere Farbe als die des durchsichtigen Hintergrunds und schufenauf diese Weise einen für das Auge angenehmen Anblick. Auch auf Leinen-,Hanf- und Baumwolltuch ist es den bäuerlichen Frauen gelungen, durch eineganz leichte Technik sehr interessante Stücke herzustellen, wobei sie von derchromatischen Seite her stille Motive bzw. Motive in hellen Farben, die aufdem weißen Tuchhintergrund hervorstechen, ausführten.
Die sehr reichen und vielfältigen Volkstrachten zeichnen sich durch die Ele-ganz der Form, die Mannigfaltigkeit der Verzierungen und die Farbenpracht
aus.
Einige Elemente der Kleidung sind auf sehr alte einheimische Traditionen zu-rückzuführen. Einen wahrhaft malerischen Anblick bietet der Männerrock, dieFustanella, die in ganz Albanien bekannt ist und von archäologischer Seiteher mindestens seit dem 4. Jh.v.u.Z. bei den illyrischen Stämmen nachgewie-sen wird, ferner die gamaschenartigen Beinkleider usw. Die Frauenkleidungwar bunter als die der Männer, doch diese Vielfalt besteht nicht sosehr in
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