Gesellschaftsordnung, die in Albanien errichtet wurde, nahm im Rahmen derEntwicklung der sozialistischen Nationalkultur auch die Volkskultur ihren ge-bührenden Platz ein. Diese Kultur wurde mit ihren Merkmalen aus dem 19.Jahrhundert und dem Anfang des 20. Jahrhunderts lebendig erhalten, siewurde jedoch als eine Stimme bewertet, die ein Widerhall der tausendjährigenGeschichte des albanischen Volkes war und seine Lebenskraft, seine Bestre-bungen nach Entwicklung, Fortschritt, Freiheit und Unabhängigkeit belegte.Der Führer des neuen Albanien, Genosse Enver Hoxha, der die Achtung un-seres Volkes gegenüber seiner eigenen Kultur zum Ausdruck brachte, hat ge-sagt: ,, Durch zahlreiche Stürme der Zeit, durch heftige und endlose Schlach-ten hat unser Volk eine Kultur und eine Kunst mit klarem nationalen Antlitz ge-schaffen, die einen unermeßlichen Schatz darstellen. Diese Werte der fort-schrittlichen Kunst unserer Nation sind für uns Gegenstand eines berechtigtenStolzes."
Die mannigfaltigen Gegenstände und Erscheinungen der Volkskultur be-leuchten sämtliche Grundaspekte des Lebens des Volkes. Bei seinen An-strengungen, den Lebensunterhalt zu sichern, arbeitete das Volk im Laufe derJahrhunderte verschiedene Wege zur Kulitivierung der Feldpflanzen, desObst- und Weinbaus aus, vervollkommnete es die Werkzeuge und Produk-tionsmittel wie den Holzpflug, die pelikanförmige Sichel, das Handschutzhölz-chen usw. Es führte seit Jahrhunderten die dreijährige Fruchtfolge durch, hat-te die Errichtung von Terrassen auf dem Hügelland, Wasserleitungen, einesBe- und Entwässerungssystems der landwirtschaftlichen Böden usw. zur Tra-dition gemacht.
Im an Weiden und Wäldern reichen Bergland war auch die Viehzucht entwik-kelt. In vielen Dörfern gab es sowohl Sommer- als auch Winterweiden. Erwäh-nenswert sind auch die Wanderungen der Kleinviehherden im Frühling undHerbst, aus deren Anlaß dörfliche bzw. regionale Familien- und Volksfeste ge-feiert wurden.
Sehr verbreitet und alt waren auch die Handwerke zur Bearbeitung von Kera-mik, Stein, Holz und Metall. Eine beträchtliche Entwicklung erlebte die Töpfe-rei an einigen Stätten wie German( Mat), Gojan( Mirdita), Farka( Tirana),Bradvica( Korça) und Kavaja( Durrës), wo verschiedene Verarbeitungstechni-ken angewandt wurden.
In einigen Gegenden waren Handwerkszentren, die metallene Gegenständeherstellten, wie landwirtschaftliche Geräte und Werkzeuge sowie Haushalts-gegenstände. Diese Art Handwerk war sehr entwickelt auch in Städten wie
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