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Die Entstehung und sagengeschichtliche Bedeutung des Seifridsliedes
Entstehung
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Er weist ihn zum Riesen Kuperan, dem Herrn des Berges; der habeden Schlüssel zum Drachenstein.¹)

Seifrid ruft den Riesen gar freundlich aus seinem Hause her-aus. Doch Kuperan ist ein grober Geselle. Mit einer langen Stangevon Stahl erscheint er und fragt barsch, was Seifrid wolle. Alsdieser zur Jungfrau Glossar ::: zum Glossareintrag  Jungfrau geführt zu werden begehrt, schlägt er nachihm mit der Stange, die so groß ist, daß sie mit ihrerhalben Länge schon die Wipfel der Bäume erreicht. EineKlafter tief fährt sie in die Erde.2) Seifrid ist weit zurückge-sprungen. Doch als der Riese sich jetzt bückt, die Stange aufzuheben,springt er gleich wieder hinzu und schlägt ihm eine Reihe tieferWunden. Der Riese will zunächst weiter kämpfen. Doch bald spürter seine Wunden und flieht in sein Haus. Dort verbindet er sieund wappnet sich dann mit einer guten Brünne, mit Helm, Schwert undSchild. Dazu trägt er eine zweite eiserne Stange, die schärferschneidet als ein Schermesser. Nach einem Wortgefecht beginnt derKampf von neuem. Seifrid haut den Schild des Gegners in Stückeund zerschneidet ihm seine Rüstung; blutberonnen steht Kuperan da.Jezt bittet er Seifrid um Schonung und verspricht seine Mithilfe beider Befreiung der Jungfrau Glossar ::: zum Glossareintrag  Jungfrau. Sie schwören einander Treue, und Seifridverbindet mit dem eigenen Gewand des Riesen Wunden. Danngeht's zum Drachenstein. Der Weg führt über ein Wasser. Als Seifridhier dem Riesen voranschreitet, versezt ihm dieser mit dem Schwertevon hinten einen Schlag, daß er wie tot hinfällt. Doch gleich ist Eugelzur Stelle und wirft die Nebelkappe über ihn. Während der Riesevergeblich nach seinem Gegner sucht, kommt Seifrid wieder zu sichund sieht den Zwerg neben sich sizen. Noch einmal warnt ihn

1) Es hält recht schwer, sich ein Bild vom Drachenstein zu machen. Mandenke sich ihn als langen, im Bergwald aufragenden Felsen( stayn oder berggenannt) mit steilem Abfall. In ihm wohnen die Zwerge; denn innen ist erhohl. An seinem Ende haust Kuperan. Hier scheint der Wald aufzuhören,sonst könnte man sich den Kampf zwischen Seifrid und Kuperan nicht vorstellen.Auch geht's nachher( Str. 87) über ein Wasser in den Wald. Den Zugang zumDrachenstein verschließt eine Tür, die sich 8 Klafter unter der Erde befindet.Von hier führt ein Gang auf die Plattform des Felsen. Das alles ist phan-tastisch, aber noch vorstellbar. Verwirrung schaffen dagegen die Angaben dernachher zu behandelnden Strophen 134 ff.

2) Str. 66 ist unklar und wohl verderbt. Ich schlage vor:Do schlug der Ryß Kuperan

Vil manich schleg on zal.

Die stange viel( st. stangen wol) ein klaffter

Nider in die erd zu thal

Nach Seyfrid so geschwinde

Ein schlag( oder: Er schlug) so krefftigklichSeyfrid sprang als ein helde ut. s. w.

OR

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