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Wolframs von Eschenbach Reimbearbeitung des Pârsîwalnâmä
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Wolframs von Eschenbach Reimbearbeitung des Pârsîwalnâmä

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,, Beiträge zur Sektengeschichte des Mittelalters" samt Urkunden-material. Um ein Bild zu gebrauchen, das Manichäertum war jenesKrebsgewebe, das unaufhaltsam und unausrottbar, grauenhaftesteChirurgeneingriffe überwindend, einer der zwei Kirchen die Allein-herrschaft untergraben sollte.

Wie sich die zweite Macht, das höhere Schulwesen, lange Jahr-hunderte gänzlich auf die Antike rückzog, konservativ erstaunlicherstarrte, ist bekannt, und jedermann kennt die oder jene verstei-nerte Anschauung. Wir aber fragen nunmehr, wo nahm die übrige,weltliche ,, höhere Kultur", etwa das, was Nietzsche ,, fröhlicheWissenschaft" benannt, ihren Ursprung¹)? Daß sie es aus dem Hu-mus des Christentums oder der Antike heraus nicht tat( so promul-giert z. B. noch 1924 Schwietering in ,, Einwirkung der Antikeauf die Entstehung des frühen deutschen Minnesangs" ZdfA. 66, 81den ,, Genius der Antike" und das Christentum als alleinige Trieb-kraft; ähnlich Werner Jäger in ,, Die geistige Gegenwart derAntike" 1929, S. 19. Wiederabdruck in Ztschr. ,, Die Antike" usw.),unmöglich tun konnte, weil das Christentum derlei unzählige Maleals heidnisches Glossar ::: zum Glossareintrag  heidnisches Zeug schroffstens abgelehnt hat, die Antike abererst lange nach der Entfaltung höfisch- ritterlicher Blüte lebendigward, scheint mir selbstverständlich.

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Daher auch endlich Egon Lerch 1925( ,, Zu den Anfängen derfrz. Lit." in Festschrift für O. Walzel, 96-112) die Frage aufwarf,,, wie ist aus der anfangs alles beherrschenden geistl. Kultur eineweltl.( a- kirchliche oder sogar antikirchliche) hervorgewachsen?"und unbeantwortet lassen mußte. Schon das Aufwerfendieser wichtigsten Frage aus der europäischen Geistesgeschichtewar ein Verdienst, denn für gewöhnlich machteman sichdarüber gar keine Gedanken. Andere, wie etwa Singer( Abhdl.Wiener Akad. 180. Bd. u. a. O.) glaubten die Antwort durch stetenVerweis auf die Araber zu finden. Oswald Spengler suchte denUrsprung der ,, magischen Seele" gleichfalls bei ihnen. Daß dasSuchen nach dem Ursprung dieser ,, magischen Seele" von Wichtig-keit sei, scheint mir Eduard Meyer( Dtsch. Lit. Ztg. 25, 1772)1924 klar erkannt zu haben. J. G. Herder, vertrauend damaligenengl. Historikern, glaubte das Verdienst den Kelten vindizieren zudürfen. Friedr. v. Schlegel machte dagegen energisch Front²),

1) Für Psychologen geformt lautet die hochwichtige Frage: woher kamdem Abendland Glossar ::: zum Glossareintrag  Abendland die Anleitung, produktive literarische Phantasie-tätigkeit zu entwickeln? Vgl. Goethe 15. September 1780: ,, WelcherUnsterblichen soll der höchste Preis sein?... Der Phantasie." und Froh-schammer, Die Ph. als Grundprinzip des Weltprozesses, 1877.

2) Wiener Vorlesungen. 1812. 8. Stück.

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