Wetterfahne
Mühlviertel, Oberösterreich, 19. Jahrhundert
Schmuck am Haus
Das Haus gilt bereits in den ältestenRechtsordnungen als geschützter Platz.Kein Fremder durfte ungebeten die Tür-schwelle überschreiten. Zur Sicherung vonHab und Gut brachte man Schloß undRiegel an Tür und Tor an. Heilige Schutz-patrone, verschiedene Segenszeichen oderauch unheilabwehrende Symbole solltenHaus und Vieh vor Unglück und Schadenbewahren.
Als persönliches Besitztum wurdedas Haus nicht nur im Inneren sondernauch nach außen hin künstlerisch gestal-tet: geschnitzte Pfettenköpfe, bemalteWindladen, ausgeschnittene Balkongelän-der, künstlerisch gestaltete Türen und Fen-ster zeugen davon. Die„ Blumenstalen" ausdem Tiroler Otz- und Kaunertal sind früheZeugnisse für die Sitte des Blumenschmuk-kes an Häusern.
„ Blumenstale"
Laienarbeit, Ötztal, Tirol, um 1895
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