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vielleicht bei in Serie präsentierten Objekten sogar nochgrößer als in den- stets dem Vorwurf der Beliebigkeitausgesetzten gemischten Bestückungen. Denn denAlltag, wie er war und wie er erlebt wurde, führen dieExponate eines Volkskundemuseums mitnichten vor;daran können auch die Revisionen der Sammelmodenoder das Hervorkehren bislang der Präsentation nichtwürdiger Objekte nichts ändern.„ Endlich aber verleitetdie Authentizität der Zeugnisse wie die manchenDarbietungen eigentümliche Dichte dazu,(...) Objekt-sammlungen und die Darstellung eines Themas in einszu setzen, ihnen unmittelbare Wirklichkeitsbezügeanzusinnen, als ob die Realien schon der Alltag wären." 5Dem Alltag soll in der neukonzipierten
Schausammlung des Österreichischen Museums fürVolkskunde durch die überlieferten Bestände hindurchnachgespürt werden. Ziel ist es, verborgene Engrammehistorischer kultureller Praxis an den einst aus Volks-kunstperspektive zusammengetragenen Objekten zudecouvrieren. Letztere haben gemeinhin wenig an be-sonders vertrauter oder alltäglicher Ästhetik zu bieten,was vor manchen interpretativen Kurzschlüssen bewah-ren kann. So distanziert sich die Präsentation etwavon jeder Nachstellung realer Verhältnisse. Sie bekenntsich nicht nur zur Musealität der zur Schau gestelltenExponate, sondern will mit distanzierenden Perspektivengeradezu versuchen, ansonsten in der Vertrautheitsteckenbleibende Facetten der Bedeutung sichtbar zumachen. Deshalb werden etwa Möbel ausschließlichwie Skulpturen behandelt, und selbst die beiden alsbegehbare Räume angelegten Stuben bleiben nur spär-lich möbliert und lassen jede Bewohnbarkeit vermissen.Mehr noch als in anderen Museen ist dieKonzeption eines kulturhistorischen Museums- einesvolkskundlichen zumal – ein ständiger Balanceaktzwischen Eigenem und Fremdem, zwischen Nähe undDistanz. Seine Exponate sind durch den öffentlichenDiskurs und durch die volkskundliche Praxis vergange-