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von Rockenstäben, Wäscheprackern oder Produkten derverschiedenen europäischen Hausindustrien des 19. Jahr-hunderts. Allein schon die Historizität dieser Beständeselbst die museale Geschichte eines Gutteils der Stückewährt bereits länger als der Zeitraum zwischen ihrerHerstellung und dem Erwerb für die Sammlungen-ver-langt eine Auseinandersetzung mit der Geschichtlichkeiteiner solchen Sammlung.
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Diese besitzt nun in der Tat einen doppel-ten historischen Charakter, den es in der Neukonzeptionnicht nur nicht zu verleugnen, sondern vielmehr selbstmit in die Waagschale zu werfen galt. Vielleicht kannnämlich gerade ein Blick aus gegenwärtiger Warte aufeine an sich schon historische Sammlung die Vieldeu-tigkeit der Dinge anzeigen. Der in ihnen wie immer-überlieferte Sinn soll schließlich nicht als konstanteWahrheit, sondern als durchaus konstruierte und de-konstruierbare Bedeutung erscheinen. Daher rührt auchdas Vertrauen auf die Qualitäten einer polymorphenKontextualisierung, will sagen, auf die Auflösung derklassischen Ordnung der Exponate nach technischenoder regionalen Gesichtspunkten. Diese mag als Reakti-on auf mythomanische Perspektiven der Volkskunde inder ersten Hälfte dieses Jahrhunderts und im Sinneeiner Begründung einer spezifisch österreichischenIdentität durchaus eine Zeit lang Sinn gemacht haben.Letztlich ist sie aber wohl doch mitverantwortlich fürdas verbreitete statuarische Bild von Volkskultur alseiner geschlossenen und abgeschlossenen Kulturform.Die Versuchung, eine scheinbar so garnicht in das Konzept einer alltagskulturell orientiertenVolkskunde passende Sammlung mit Gewalt einemIdeengerüst anzupassen, mag eingestandenermaßengroß sein. Zu Recht sind im museologischen Diskurs derjüngsten Zeit solche Ausstellungen, denen Exponate nurzur Illustration intendierter Botschaften nützlich waren,als Alibiausstellungen kritisiert worden, und zu Rechtbeharrt die Museologie neuerdings wieder verstärkt
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